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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. März 2015

Klimafairer Stadtgeburtstag: Stadtjubiläum gibt sich grün

KLIMANEUTRAL Stadtgeburtstag feiern: KA300-Manager Wacker, OB Dr. Mentrup und Stadtwerke-Chef Hohmann (von links).

KLIMANEUTRAL Stadtgeburtstag feiern: KA300-Manager Wacker, OB Dr. Mentrup und Stadtwerke-Chef Hohmann (von links).

 

Feierlichkeiten sollen ökologischen Spuren hinterlassen / Pavillonholz zu Stadtbänken

Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit sind große Stichworte in den Jubiläumswochen zum 300. Stadtgeburtstag "KA300" vom Juni bis in den September diesen Jahres. Und darüber hinaus. Denn die Feierlichkeiten sollen auch über Generationen nachwirken.

Die für das Fest Verantwortlichen haben am Dienstag auf dem Energieberg am Rheinhafen vorgestellt, wie dies aussehen soll. Michael Hohmann, Sprecher der Geschäftsführung bei den Stadtwerken und Energie-Partner von KA300 war, dem Anlass gerecht, mit einem Elektroauto zum Sonnenpavillon gekommen und hatte noch drei weitere Elektrofahrzeuge aus den Stadtwerkebeständen mitgebracht. Denn Elektromobilität ist eines der Kennworte in Sachen Nachhaltigkeit im Festivalsommer. Immerhin fahren die Macher seit voriger Woche mit Elektrorollern durch die Stadt.

Auf ökologische Nachhaltigkeit setzen

Das ist eine Gabe der EnBW, die zu den Festlichkeiten auch an zwei Leihstationen E-Bikes beisteuern will. Diese Elektro-Fahrräder sollen anschließend auch weiterhin zur Ausleihe zur Verfügung stehen, wie OB Dr. Frank Mentrup bemerkte.

Dass Karlsruhe seinen runden Stadtgeburtstag als "Green Event" feiert, so Mentrup, gehe auf einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2012 zurück. Das Stadtoberhaupt: "Wenn wir einen Geburtstag feiern wollen, von dem auch noch die nachfolgenden Generationen profitieren, ist es selbstverständlich, auf ökologische Nachhaltigkeit zu setzen und mit den Ressourcen schonend umzugehen."

Das dokumentiert sich etwa darin, dass alle Stände, die Ess- und Trinkbares ausgeben, zu einem Pfandsystem verpflichtet sind. Das Geschirr besteht aus natürlichen, vollständig recyclebaren Materialien wie etwa Zuckerrohrfasern oder Pflanzenstärke, wie der bei KA300 für Essen und Trinken verantwortliche Thomas Geiger versicherte. Er hat die entsprechenden Erfahrungen, denn er ist auch für die umwelt- und CO2-neutrale Versorgung bei "das Fest" zuständig, das für sein Konzept schon zweimal als das nachhaltigste Festival Deutschlands mit dem "Green'n'Clean"-Award ausgezeichnet wurde.

Bänke aus Pavillonholz

Der Pavillon, in dem während des Festivalsommers mehr als 500 Veranstaltungen stattfinden, geht nachhaltiger Entsorgung entgegen: Die Goethe-Schülerinnen Johanna Ulmer und Bente Pohl und weitere Klassenkameraden schlagen vor, das Holz nach Ende des Fests gemeinsam mit den Hagsfelder Werkstätten in Stadtbänke umzuarbeiten.

Aufforstungsprojekte zur CO2-Kompensation

Zur Kompensation unvermeidbaren CO2-Verbrauchs unterstützen Stadt und Stadtwerke die weitere Vergabe energiesparender Kühlschränke an Bedürftige und Aufforstungen in Bolivien und Uganda. Diese Projekte helfen zudem einheimischen Arbeitskräften, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Alle drei Projekte dienen damit zugleich sozialen Zwecken. -erg-

 
 

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