Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. März 2015

Zoologischer Stadtgarten: Groß-Aquarien geflutet

FISCH-DOMIZIL: Sobald Tierpfleger Till Ostheim seinen Job als Innenausstatter erledigt hat, wird das Groß-Aquarium geflutet.  Foto Fränkle

FISCH-DOMIZIL: Sobald Tierpfleger Till Ostheim seinen Job als Innenausstatter erledigt hat, wird das Groß-Aquarium geflutet. Foto Fränkle

 

Vivarium und Exotenhaus zeigen unterschiedliche Tierarten / Pfeilgiftfrösche und Plattschildkröten angekommen

Wasser marsch! Langsam füllte sich in der vergangenen Woche zunächst das Karibik-Becken, danach das Schwarzwasserbecken mit Wasser. Insgesamt sechs Groß-Aquarien sind mittlerweile im Exotenhaus weitgehend ausgestaltet. Das Exotenhaus öffnet im Juni.

Auf der Quarantänestation des Zoos sind derweil die ersten Tierarten für Terrarien der Amphibienstation angekommen - Rotkopf-Plattschildkröten und drei Arten von Pfeilgiftfröschen. „Der Karlsruher Zoo hat noch nie Pfeilgiftfrösche gehalten, jede Ankunft eines neuen Tieres ist da faszinierend“, freut sich Dr. Clemens Becker, kommissarischer Zooleiter.

Anfang Februar sind aus Halle fünf Marańon-Baumsteiger eingetroffen, die mit den hellen Punkten auf schokoladenbrauner Haut auch Schokoladenbaumsteiger heißen. Wie die drei Para Baumsteiger und fünf gelbgebänderte Pfeilgiftfrösche sind die Winzlinge ungiftig. In den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas produzieren sie aus ihrer Nahrung, Ameisen und Termiten, ihr Hautgift.

Die hiesigen Futtertiere - Heimchen oder Fruchtfliegen - bieten diesen Ausgangsstoff nicht, erläuterte Michaela Gaum, Leiterin des Exotenhauses. Die Becken-Ausstattung ist eher karg. Auf einer Quarantänestation sei viel Gehegeausstattung eher kontraproduktiv, so Gaum. Im Exotenhaus wird ihr Heim üppiger „möbliert“ sein.

Seltener Lungenfisch

Mit dem Vivarium des Naturkundemuseums hat der Zoo die Tierliste abgestimmt, denn beide Einrichtungen sollen unterschiedliche Arten zeigen. Im großen Karibik-Becken werden bis zu einem Meter lange Knochen- und Kahlhechte schwimmen. Im Schwarzwasserbecken werden unter anderem die aus Leipzig kommenden Diskusfische eingesetzt. Im Ostafrika-Becken sind etwa Kongosalmler zu sehen, im Malawisee-Becken werden die Malawiseebarsche einziehen, die bislang im Elefantenhaus lebten, zudem gelbe Maulbrüter.

Bei der Australienlandschaft müssen noch letzte Arbeiten an der Grundstruktur des Geheges  erledigt werden. In diesem Terrarium werden Wasserwarane und Wasseragame gezeigt, zudem Schlangenarten, Regenbogenfische. Und Lungenfische, freut sich Gaum über diese selten gezeigten Tiere.

Beim Gehege der Riesenschildkröten soll noch eine leicht wellige Landschaft entstehen. Einziehen werden hier auch zwei 15 und 18 Jahre alte Tiere, die beschlagnahmt wurden. „Manchmal muss man jahrelang auf Tiere warten“, wissen Becker und Gaum um die Schwierigkeit, bestimmte Tiere zu bekommen.

Die Erstbewohner des Exotenhauses sind daher nicht selten junge Tiere. „Unsere Tiere wachsen ins Exotenhaus hinein. Wie wir auch - von Tag zu Tag ein Stückchen mehr“, lacht Gaum. Sonnenralle, Dajaldrossel, Rotschopfturako und eine Gruppe Madagaskarweber werden die ersten Tiere sei, die nächste Woche aus dem Zoo Leipzig kommen und direkt ins Exotenhaus, allerdings hinter den Kulissen, einziehen werden. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe