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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. März 2015

Gemeinderat: Auf Klimaänderung reagieren

KÖNNEN GEGEN KLIMASTRESS HELFEN: Begrünungen gehören zu den Maßnahmen im Städtischen Rahmenplan Klimaanpassung. Foto: Müller-Gmelin

KÖNNEN GEGEN KLIMASTRESS HELFEN: Begrünungen gehören zu den Maßnahmen im Städtischen Rahmenplan Klimaanpassung. Foto: Müller-Gmelin

 

Rat beschließt Städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung / Liste aller Konzeptionen

Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit dem "Städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung (SRKA)" zugestimmt. Auf nahezu 120 Seiten und in einem entsprechenden Stadtplan stellt das Stadtplanungsamt Strategien zum Schutz der Karlsruher Bevölkerung vor den Auswirkungen des Klimawandels dar.

So ist etwa die Rede davon, dass es bereits jetzt in der Innenstadt ausgeprägte Wärmeinseleffekte gebe. Die prognostizierte Zunahme an sommerlichen Hitzeperioden stelle eine besondere Herausforderung für die Stadtplanung dar. Für zehn Stadtstrukturtypen von der geschlossenen und offenen Blockrandbebauung über Hochhausgebiete mit überwiegender Wohnnutzung und Bereiche mit Großstrukturen bis hin zu Gewerbe- und Industriegebieten zeigt der Rahmenplan verschiedene Maßnahmenpakte auf.

So zeigt er etwa im Strukturtypus "Zeilenbebauung" wie Dachbegrünungen, energetische Gebäudesanierung oder grüne Parkierung, aber auch Entsiegelungen oder Nachbarschaftshilfemodelle  dazu helfen können, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Ähnliches gilt auch für die anderen Stadtstrukturtypen.

CDU-Stadtrat Sven Maier begrüßte für seine Fraktion den Rahmenplan. Auch wenn nicht sicher sei, inwieweit der Klimawandel menschengemacht sei, sei er offensichtlich Fakt. Daraus entstünden Aufgaben für die Stadtplanung, die jetzt schwarz auf weiß nachzulesen seien. Er ist gespannt darauf, wie die Stadtplaner beispielsweise Widersprüche zwischen Nachverdichtung und Klimaschutz lösen werde.

Tom Høyem (FDP) schloss sich Maier an, während Bettina Lisbach (GRÜNE-Fraktionsvorsitzende) darauf hinwies, dass der Klimawandel sehr wohl vom Menschen beeinflusst sei. Sie lobte das "sehr qualifizierte Werk", das Vorbildcharakter für andere Städte habe. Man könne immer nachschauen, was zu tun sei, wenn in einem Quartier etwas geschehen solle. Sie glaubt, dass Innentwicklung auch mit gleichzeitiger Begrünung und Entsiegelung gehe.

Für Dr. Raphael Fechler (SPD) war es wichtig, dass die Ausgestaltung dem Gemeinderat obliegt.  Erik Wohlfeil (KULT) berichtete von Programmen des Bundesforschungsministeriums und sah Karlsruhe als Vorbild.

Auf Anregung von Dr. Paul Schmidt (AfD) stellt das Stadtplanungsamt eine Übersicht aller Konzeptionen zusammen. Sie wäre auch für OB Dr. Mentrup hilfreich. -erg-

 
 

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