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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. März 2015

Gemeinderat: Freude über dm-Plan

 

Verkehrserschließung über ein eigenes Verfahren

Ein überzeugtes Ja zur Ansiedelung der dm-Firmenzentrale an der Durlacher Allee. Eine besorgte Diskussion um die Verkehrsbelastung von Untermühl- und Dornwaldsiedlung. Mit großer Mehrheit (eine Nein-Stimme, zwei Enthaltungen) fasste der Gemeinderat den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss des Bebauungsplans „Südwestliche Untermühlsiedlung“.

Die Verbesserung der Verkehrserschließung ist einem eigenen Verfahren vorbehalten. Zunächst wird das Areal von der B10 über die Johann-Strauß-Straße und aus Durlach über eine Abfahrt von der Durlacher Allee erschlossen. Geplant ist die Errichtung eines Vollknotens auf der Durlacher  Allee.

„Uns liegt die Verkehrserhebung von dm erst seit Januar 2015  vor. Nach Prüfung können wir vor der Sommerpause den Sachverhalt im Einzelnen darstellen“, reagierte Stadtplanungsamtsleiterin Anke Karmann-Woessner auf die Kritik, die Verwaltung habe hier noch keine Konzepte vorgelegt. Ein Knackpunkt: Die Rückstaufläche für Linksabbieger tangiert die Autobahnausfahrt.

In der Diskussion hoben alle hervor, dass der Verbleib des dm-Hauptsitzes in Karlsruhe hohe Bedeutung für Karlsruhe habe. Im ersten Bauabschnitt sollen in den wabenförmig angeordneten Verwaltungsgebäuden rund 1.500 Arbeitsplätze entstehen (im Endausbau 2.500 Arbeitsplätze). Westlich der Alten Karlsruher Straße ist ein Parkhaus in Gestalt eines „grünen Hügels“ vorgesehen.

Die Infrastruktur sei der ausschlaggebende Faktor für eine Ansiedelungsentscheidung, forderte CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz eine zeitgemäße und zukunftsfähige Infrastruktur, auch mit Verweis auf die IKEA-Planungen, das Logistik-Zentrum in Hagsfeld oder Projekte auf dem Großmarkt-Areal. Den Schulweg zur Pestalozzischule über die Johann-Strauß-Straße führten David Hermanns (SPD) und Johannes Honné als ein Grund an, so früh wie möglich die Anfahrtswege zu lösen. Auch Lüppo Cramer (KULT) sah Handlungsbedarf, bedauerte jedoch, dass die positiven Aspekte des Vorhabens in der Öffentlichkeit durch die Verkehrsdiskussion überlagert werden. Tom Høyem (FDP), Dr. Paul Schmidt (AfD) und Jürgen Wenzel (FW) griffen Aspekte der Vorredner auf. -rie-

 
 

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