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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. März 2015

Kombilösung: Lösung für Tunnelvortrieb in Arbeit

 

Konzept für „Giulias“ Weiterfahrt in Planung / 1200 Löcher: halbe Bohrung

Tagelang haben Ingenieure der Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel, der Bauherrin Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), weitere Fachleute sowie externe Experten die Köpfe zusammengesteckt und nach einer Lösung gesucht, um „Giulia“ wieder die Unter-Tage-Bedingungen zu verschaffen, die sie braucht, um weiter graben zu können.

Am zwischenzeitlichen Ende der konstruktiven Beratungen stand ein Konzept, das dann in die konkrete Planung überführt wurde. Wenn die sich daraus ergebenden Maßnahmen erfolgreich umgesetzt sind, kann die Tunnelvortriebsmaschine ihre Arbeit fortsetzen.

Ungeachtet ihres Beitrags zur Kombilösung ging es oberirdisch ohnehin weiter voran. So wurde die letzte Runde der Verschwenkungen der Auto-Fahrbahnen am Mühlburger Tor eingeläutet. Planmäßig stehen dem Verkehr aus Norden und Süden Ende März wieder dauerhaft je zwei Fahrbahnen zur Verfügung.

Ein Teil-Baufeld weniger

Der Eingang von der Kaiser- in die südliche Ritterstraße ist nach Abschluss der Leitungsarbeiten bereits wieder in ganzer Breite offen. Zwischen Ritter- und Lammstraße arbeiten die Stadtwerke noch an den Hausanschlüssen auf der Nordseite der Kaiserstraße.

In der Nordwestecke der Kreuzung Kaiserstraße / Lammstraße wollten die Kombi-Bauer „Giulias“ Zwangspause dazu nutzen, den noch fehlenden Teildeckel für die künftige unterirdische Haltestelle Lammstraße herzustellen - Aushub, Schalung, Bewehrung, Betonage. Die Oberfläche auf der Nordseite der Kaiserstraße zwischen Lamm- und Karl-Friedrich-Straße wurde geschlossen, damit verschwand ein weiteres Teil-Baufeld.

Am südlichen Ende des Marktplatzes hat die Bewehrung des vierten Teildeckels begonnen. Die Bohrungen in der Karl-Friedrich-Straße sind mit etwa 1.200 Löchern zur Hälfte geschafft. Am Ettlinger Tor nördlich und südlich der Kriegsstraße sind die Arbeiter wie östlich des Durlacher Tors noch mit der zweiten Ankerlage beschäftigt. Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum ist etwa ein Viertel der Bohrungen für die Herstellung der Sohle durch Weichgelinjektionen erledigt.

Im sich südlich anschließenden Baufeld für den Tunnelabschnitt läuft das Eindüsen der Hochdruckinjektions-Sohle. Die Arbeit soll wie einige weitere Vorhaben bis Ostern abgeschlossen sein. -red-/-mab-

 
 

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