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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. April 2015

Für Toni Menzinger: Brücke würdigt Brückenbauerin

FEIERLICH ENTHÜLLT: OB Dr. Frank Mentrup und die Menzinger-Söhne Dr. Bernd und Will benannten die Toni-Menzinger-Brücke. Foto: Müller-Gmelin

FEIERLICH ENTHÜLLT: OB Dr. Frank Mentrup und die Menzinger-Söhne Dr. Bernd und Will benannten die Toni-Menzinger-Brücke. Foto: Müller-Gmelin

 

Toni Menzinger war eine Brückenbauerin. Über die Parteigrenzen hinweg war sei stets auf Ausgleich aus, konnte aber als Sozialpolitikerin auch standfest sein. Sie ist immer auf die Menschen zugegangen und half, wo sie konnte. Einmal von einer Freundin darauf angesprochen, dass nach ihr als Ehrenbürgerin sicherlich einmal eine Straße oder ein Platz benannt werde, hatte sie gemeint, eine Brücke wäre ihr lieber. Diese hat sie jetzt.

Toni Menzinger hat sich in zahlreichen katholischen Organisationen engagiert, wurde 1953 erstmals in den Gemeinderat gewählt und war 1975 Stimmführerin ihrer Partei, der CDU. Aber sie hatte ihren eigenen Kopf und stellte sich etwa gegen den Bau des Kernforschungszentrums.

1970 bis 1980 war sie Mitglied des Landtags und 1976 als erste Frau dessen Alterspräsidentin. 1993 wurde sie Ehrenbürgerin der Stadt Karlsruhe.

An beiden Auffahrten zur Brücke im Zuge der Knielinger Allee von der Nähe der Synagoge zum Campus der Hochschule Karlsruhe, Technik und Wirtschaft, stehen jetzt Tafeln mit der Bezeichnung "Toni-Menzinger-Brücke" und dem Hinweis, dass sie Stadträtin, Landtagsabgeordnete und Ehrenbürgerin gewesen sei. Schilder am Adenauerring nennen Autofahrern die "Toni-Menzinger-Brücke".

Das Schild auf der Seite des Hochschulcampus' - Toni Menzinger war Ehrensenatorin dieser Bildungsstätte - haben OB Dr. Frank Mentrup und die Menzinger-Söhne Will und Dr. Bernd in einer von einem Jazzduo des "Kons" musikalisch umrahmten Feierstunde am Donnerstagnachmittag enthüllt. -erg-

 
 

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