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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. April 2015

Kultur: Hohe und niedere Schulen

Buch über Bildung in den badischen Markgrafschaften

Das soeben in der Schriftenreihe des Historischen Vereins Durlach neu erschienene Buch "Geschichte des Bildungswesens in den badischen Markgrafschaften" unternimmt einen Streifzug durch vier Jahrhunderte der Geschichte der Bildung und Erziehung in Baden.

Die Einrichtungen spiegeln in regionaler Ausprägung die geistesgeschichtliche Entwicklung der Pädagogik im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wider.

Einerseits finden sich herausragende Bildungsstätten wie die frühhumanistische Lateinschule in Pforzheim, das Gymnasium illustre in Durlach oder die Piaristenschule in der Residenzstadt Rastatt. Andererseits betrifft aber die allgemeine Misere des Volksbildungswesens der Frühen Neuzeit überall im Deutschen Reich auch die „niederen Schulen“ in den Markgrafschaften.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts lässt der letzte Markgraf Karl Friedrich seine Kirchenbehörde die moderne Vorstellung von einem Bildungswesen erarbeiten, das als staatliche Aufgabe gesehen werden muss, um ein Land wirtschaftlich und kulturell zu entwickeln. In den nachhaltigen Bildungsreformen dieser Zeit entstehen dann die Grundlagen eines differenzierten Bildungswesens für alle Bevölkerungsschichten bis hin zu den sogenannten "Vollendungsschulen", die man heute wohl als Weiterbildungsanstalten bezeichnen würde und in denen sich Jugendliche nach Abschluss ihrer Schulbildung fortbilden konnten.

Das gut 270 Seiten lange Buch von Erwin Morgenthaler ist beim Verlag Regionalkultur erschienen und im Buchhandel für 19,90 Euro zu bekommen. -red/erg-

 
 

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