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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. April 2015

Radverkehr: Stadt prüft weitere Fahrradstraßen

DER RADZÄHLER in der Erbprinzenstraße wurde nachjustiert: auf eine Jahresmarke von zwei statt 1,5 Millionen. Foto: Müller-Gmelin

DER RADZÄHLER in der Erbprinzenstraße wurde nachjustiert: auf eine Jahresmarke von zwei statt 1,5 Millionen. Foto: Müller-Gmelin

 

Welche Einbahnstraßen eignen sich zur Öffnung für Radler in Gegenrichtung? / zwei Unfallhäufungsstellen entschärft

Es gibt die unverwüstlichen Allwetter-Radfahrer. Sie hatten keine Winterpause. Und diejenigen, die nun ihren Drahtesel entstauben, die Kette ölen und in den Frühling radeln. Beide können sich sicher sein, dass die Stadt auch 2015 die Förderung des Radverkehrs nicht aus den Augen verliert.

Und weil in der Fahrradhauptstadt Süddeutschlands, wie sich Karlsruhe nach dem guten Abschneiden im aktuellen ADFC-Fahrradklimatest  nennen kann, fleißig in die Pedale getreten wird, wurde die Messlatte des Radzählers in der Erbprinzenstraße Ende März nach oben gelegt.

Die Radstele weist nun neben der Tagesdokumentation statt einer absoluten Jahresmarke von 1,5 Millionen gezählte Radfahrten von zwei Millionen auf. Aus gutem Grund: Der bisherige Höchstwert der Skalierung wurde in den vergangenen beiden Jahren mit 1,59 (2013) und 1,85 Millionen Radfahrten (2014) übertroffen.

Der Radzähler war ein Geschenk des Landes Baden-Württemberg zur Auszeichnung Karlsruhes als „Fahrradfreundliche Stadt im Jahr 2011“. Der auf  fünf Jahre vergebene Titel war auch mit Auflagen verbunden, deren Erfüllung für eine Wiederauszeichnung eine Rolle spielen. Diese Auflagen hat die Stadt zu Schwerpunkten in der Radförderung gemacht. Daher klärt die Stadt für alle Einbahnstraßen, inwieweit sie für den Radverkehr in Gegenrichtung zugelassen werden können.

Hier stehen die Einbahnstraßen in der Südstadt ganz vorne auf der Prüfliste. Und auch die Ausweitung von Fahrradstraßen hatte das Land angeregt. Maßnahmen, die auch bei den Teilnehmern des ADFC-Fahrradklimatests gut ankommen. In Fahrradstraßen orientiert sich der Verkehr ganz besonders an den Radverkehrsteilnehmenden. Insgesamt überprüft die Stadt acht Straßen hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben an eine Fahrradstraße. Untersucht werden etwa die Sophienstraße zwischen Karl- und Leopoldstraße, die Hirschstraße und die Nördliche Hildapromenade.

Nachholbedarf sah das Land bei Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt. Kurz vor Ostern wurden hier beispielsweise nördlich des Europaplatzes in der Karlstraße 80 Fahrradständer neu errichtet.

Eine große Herausforderung ist es, das vom Gemeinderat formulierte Ziel zu erfüllen: Die Senkung der Unfallzahlen mit schwer verletzten Radlern. Unter baulichen Aspekten haben Radverkehrsplaner und Verkehrsexperten Orte im Fokus, die als Unfallhäufungsstellen auffallen: So wurden in den letzten Wochen die Kreuzungen an der Wilhelm-Leuschner-Straße/Abfahrt L605 und Ritter-/Erbprinzenstraße umgebaut.

Der "Draistag - der Karlsruher Fahrradtag" findet dieses Jahr am 12. Juni wie gewohnt auf dem Friedrichsplatz statt. Geboten wird wie gehabt Information, Unterhaltung, Rad-Service und ein Podiumsgespräch mit der Chance, einen Fahrradgutschein über 500 Euro zu gewinnen. -rie-

 
 

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