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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. April 2015

Sachstand Kombilösung: Arge senkt Grundwasser für „Giulia“

AM DURLACHER TOR verschwinden die zu „Giulias“ Start eingebauten „Blindringe“. Derweil erfolgen erste Maßnahmen für ihre Weiterfahrt am Marktplatz.  Foto: KASIG

AM DURLACHER TOR verschwinden die zu „Giulias“ Start eingebauten „Blindringe“. Derweil erfolgen erste Maßnahmen für ihre Weiterfahrt am Marktplatz. Foto: KASIG

 

Erster Schritt für Weiterfahrt / Sicherheit vor Faktor Zeit / Oberirdisch im Plan

An „Giulia“ soll das Vorankommen nicht scheitern. Die Tunnelvortriebsmaschine bleibt aber gegenwärtig auf Hilfe angewiesen, um uneingeschränkt weitergraben zu können. Den ersten Schritt dazu unternimmt nun die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel (Arge), durch Absenkung des Grundwassers im östlichen Gleisdreieck.

Der Prozess sollte vor Ostern eingeleitet werden und drei bis vier Tage dauern, informierte die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG). Dieses Vorgehen, das KASIG, Arge und externe Fachleuchte abgestimmt hatten, ermöglicht über ein so genanntes Mannloch im Deckel des unterirdischen Bauwerks eine Inaugenscheinnahme und Begutachtung des Fördersystems sowie des Trichters, der durch nachgesacktes Erdreich vor und über „Giulias“ Schneidrad entstanden ist.

Auf Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse werden weitere Maßnahmen ergriffen. Vorrang vor dem gleichwohl weiter wichtigen und berücksichtigten Faktor Zeit hat dabei, wie die KASIG betont, die Sicherheit des unterirdischen Vortriebs.

Oberirdisch gehen die Arbeiten zur Verwirklichung der Kombilösung indes planmäßig weiter: Nachdem die Verkehrsumlenkung am Mühlburger Tor reibungslos vollzogen wurde und dem Nord-Süd- beziehungsweise Süd-Nord-Verkehr auf der Reinhold-Frank-Straße nun wieder je zwei Spuren zur Verfügung stehen, wurde die bisher genutzte Oberfläche sofort geräumt, um am dortigen Tunnelabschnitt arbeiten zu können, der den Zielpunkt markiert.

In der Leopoldstraße beginnen nach Ostern die Arbeiten an zwei Kanalschächten. Sie sollen bis etwa Ende April dauern. Die Stadtwerke beenden nächste Woche die Hausanschluss-Arbeiten an der Kaiserstraße, woraufhin die provisorisch verlegten Leitungskonsolen entlang der Gebäudefronten verschwinden. Am Durlacher Tor werden die eigens zum Start der Tunnelvortriebsmaschine im vergangenen November eingebauten „Blindringe“ abgebrochen.

Am Südende des Marktplatzes wird die Bewehrung für den südlichsten Teildeckel noch diese Woche abgeschlossen, Dienstag nach Ostern erfolgt die Betonage. Zwischen der Kreuzung Baumeister-/Hermann-Billing-Straße und dem Halt Kongresszentrum werden die Schlitzwandarbeiten noch etwa drei Wochen andauern. Die Weichgelinjektionen zur Herstellung der Sohle an der Haltestelle Kongresszentrum sind zwischen Dienstag, 7. April, und Samstag, 18. April, rund um die Uhr geplant, verursachen aber keinen Lärm. -red-/-mab-

 
 

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