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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. April 2015

Winterdienst-Bilanz: Trotz Frost nur eine Woche "Winter"

WINTERDIENST: Nur eine Woche lang hatten die Einsatzkräfte mit intensiven Schneefällen zu kämpfen. Foto: Fränkle

WINTERDIENST: Nur eine Woche lang hatten die Einsatzkräfte mit intensiven Schneefällen zu kämpfen. Foto: Fränkle

 

Salzverbrauch im Winterdienst mit 2.000 Tonnen unterdurchschnittlich / Ökologie wichtig

„Nachdem es der Winter 2013/2014 mit den Räum- und Streudiensten gut gemeint hatte, hat sich der vergangene Winter zumindest eine Woche lang nach Winter angefühlt", so das Fazit von Bürgermeister Klaus Stapf.

Ab Mitte Dezember lagen die Temperaturen durchgängig im Frostbereich, so dass in Gefahrbereichen präventiv gestreut werden musste, um einen sicheren Verkehr zu gewährleisten.

Regelrechte Schneefälle gab es nur kurz am Jahresende. Die Winterdienst-Mitarbeiter konnten diese extremeren Witterungsunbilden gut meistern. Viele Teileinsätze forderte vor allem der Februar. Dass es diesen Winter in Karlsruhe keine schweren Verkehrsunfälle gab, ist auch ein Zeichen für das gute Funktionieren des Winterdienstes.

Bürgermeister Stapf dankt allen Beschäftigten für ihr Engagement, das oft auch an Wochenende und in den sehr frühen Morgenstunden gefordert war. Für Klaus Stapf spielen aber nicht nur die Wirksamkeit des Winterdienstes, sondern auch ökologische Belange eine wichtige Rolle. „Der Karlsruher Winterdienst hat das Konzept des differenzierten Winterdienstes weiter vorangebracht“, betont er. Insbesondere der Einsatz von Thermomaten habe sich wieder bewährt, Sensoren, die die Fahrbahntemperatur wie Art des Niederschlages erfassen und daraus die unter ökologischen Gesichtspunkten optimale Streumittelmenge ermitteln.

Unterstützt werden diese Bemühungen durch zwei neue Streufahrzeuge, die eine sogenannte Flüssigstreuung mit flüssiger Sole erlauben. Das bringt, verglichen mit Trockensalz, Einsparungen von 70 bis 89 Prozent Streusalz. Trotz 20 statt normal 16 Volleinsätzen wurde im 670 Kilometer langen Straßennetz mit hoher Winterdienstpriorität weniger Salz gestreut als im Vorjahr. Der Gesamtverbrauch war mit rund 2.000 Tonnen zehnmal so hoch wie im „ausgefallenen“ Winter, aber dennoch unterdurchschnittlich.

Positiv war die Bilanz auch für das um 20 auf 180 Kilometer verlängerte Winter-Radwegenetz, wo einer der neuen Flüssigstreuer Premiere feierte. Grünanlagen und Gewässer haben davon profitiert. -red/erg-

 
 

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