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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. April 2015

Kombilösung: “Giulia” wird untersucht

VIELERORTS nehmen die künftigen Haltestellen weiter Gestalt an. Am Marktplatz gerät indes „Giulia“ in Augenschein. Foto: Fränkle

VIELERORTS nehmen die künftigen Haltestellen weiter Gestalt an. Am Marktplatz gerät indes „Giulia“ in Augenschein. Foto: Fränkle

 

Genaue Begutachtung über Mannloch und Inspektionsteam

Der Einsatz für genaueste Untersuchungen der Tunnelvortriebsmaschine und Reparaturen eventueller Schäden, die „Giulia“ erlitten haben könnte, geht weiter. Der durch nachgesacktes Erdreich vor ihrem Schneidrad entstandene Trichter wurde über den eigens gefertigten, Mannloch genannten Einstieg von oben begutachtet, informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG).

 Nun wird wie beschlossen bis zur Sohle des Schneidrads das Grundwasser abgesenkt - nur innerhalb des unterirdischen Bauwerks Gleisdreieck.

Zwei Varianten im Fokus

Im Sinne einer vor allem sicheren, aber auch baldmöglichsten Weiterfahrt „Giulias“ werden zurzeit zwei Varianten zur Stabilisierung des Erdreichs über und vor dem Schneidrad näher diskutiert. Die Entscheidung fällt nach Abschluss der Untersuchungen. Diese nimmt auch ein Inspektions-Team von Tunnelbau-Experten vor, das durch die Maschine in die Abbaukammer mit dem Schneidrad gelangt. Der Einstieg erfolgt wegen der dortigen Verhältnisse unter Druckluft über in „Giulia“ integrierte Druckkammern. Hauptaugenmerk liegt auf der Aufnahme möglicher Schäden. Sollten etwa die Abbauwerkzeuge betroffen sein, könnten diese aber durch Ersatz der Teile problemlos unmittelbar repariert werden. Durch das Mannloch im Deckel der künftigen U-Haltestelle wird zudem der Schlamm aus dem Trichter abgesaugt, um daraufhin auch genau den dortigen Zustand zu erfassen.

Weitere Fortschritte

Derweil bereiten die Kombi-Bauer unter anderem am  Mühlburger Tor mit dem Bau der Leitwände die Herstellung der Schlitzwände vor. Letztere soll ab nächster Woche erfolgen: ebenso der Bau eines zweiten Kanalschachts südlich der Kaiserstraße, der den nördlichen in der Leopoldstraße ergänzt, und die Bewehrung für den an der Ecke Kaiserstraße / nördliche Lammstraße noch fehlenden Teildeckel.

Nachdem mit dem am südlichen Ende des Marktplatzes gelegenen der letzte Teildeckel betoniert wurde, werden die Bewehrungsarbeiten für die Entlüftungskanäle der dortigen Haltestelle vorgenommen. Nördlich der künftigen Station Ettlinger Tor werden unterhalb des Deckels die Schlitzwände mit Spritzbeton versehen. -red-/-mab-

 
 

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