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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. April 2015

Bäderausschuss: Moderate Erhöhung

THERME VIERORDTBAD reagiert ab 1. Juli auf höhere Sauna-Steuer. Foto: Fränkle

THERME VIERORDTBAD reagiert ab 1. Juli auf höhere Sauna-Steuer. Foto: Fränkle

 

Stadt-Bäder passen Preise an

Bei nur einer Gegenstimme hat der Bäderausschuss moderate Preiserhöhungen für die städtischen Frei- und Hallenbäder beschlossen. Separat tarifiert werden Europa- und Fächerbad, denen Karlsruhe den Erhalt seiner Bäderlandschaft wesentlich verdankt, unterstrich Dezernent Dr. Martin Lenz. Der auf rund 4,9 Millionen Euro gesunkene Zuschussbetrag sucht wie der Kostendeckungsgrad seinesgleichen.

So war es breiter Konsens, „angemessen“ leicht zu erhöhen. Viele Stadträte, allen voran Dr. Eberhard Fischer (KULT), sprachen sich für stärkere Anhebungen aus, auch im Sinne der Haushaltskonsolidierung.

Da die Umsatzsteuer für Saunen ab dem 1. Juli nicht mehr 7, sondern 19 Prozent beträgt, wurde hierfür eine höhere Steigerung beschlossen. In der Therme Vierordtbad gelten ab dem Stichtag die neuen Preise - für eine Tageskarte etwa werden statt 15 künftig 17 Euro verlangt. In den übrigen Bädern sowie beim Vereinsschwimmen greifen die Preise ab Beginn des neuen Jahres. Das Schulschwimmen wird zum 1. September 2016 angepasst.

Einzelkarten für Erwachsene kosten in den Frei- und Hallenbädern beispielsweise statt 3,80 Euro künftig 4 Euro, ermäßigt werden nicht mehr 2,50 Euro, sondern 2,60 berechnet. Während Niko Fostiropoulos (Die Linke) die Chance ärmerer Bürger gefährdet sah, gegebenenfalls täglich bezahlbar schwimmen oder duschen zu können, merkte Fischer an, derlei Erhöhungen lohnten den Aufwand nicht.

Lenz versicherte Sozialverträglichkeit und verwies auf die Kalkulation, dass auch Steigerungen um 10 oder 20 Cent vier- beziehungsweise fünfstellige Mehreinnahmen bringen. Im Herbst soll der Ausschuss die Preise erneut diskutieren, auch vor dem Hintergrund eventueller Empfehlungen der Strukturkommission.

Einstimmig wurde der Sperrvermerk für einen Zuschuss über 50.000 Euro an den Förderverein Freibad Wolfartsweier aufgehoben. Der hatte die benötigte Elektrolyseanlage vorfinanziert und muss jetzt nur noch den Gemeinderat abwarten. Der Ausschuss hatte sich als Voraussetzung noch einmal beteuern lassen, dass absehbar keine weiteren Bedarfe aufkommen. Lenz: „Das Planschbecken ist das Problem des Fördervereins.“ -mab-

 
 

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