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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Mai 2015

Radverkehr: Gedenken an Pionier

ERINNERUNG AN ERFINDER DES LAUFRADS: Bürgermeister Michael Obert (l.), Ottmar Möhler (Radsportgemeinschaft Karlsruhe) und die historische Radgruppe gruppieren sich vor Drais-Denkmal. Foto: Knopf

ERINNERUNG AN ERFINDER DES LAUFRADS: Bürgermeister Michael Obert (l.), Ottmar Möhler (Radsportgemeinschaft Karlsruhe) und die historische Radgruppe gruppieren sich vor Drais-Denkmal. Foto: Knopf

 

Kranzniederlegung und Tour zu Ehren von Karl Drais

Zu Ehren des Freiherrn von Drais wurde an dessen Denkmal an der Beiertheimer Allee am Wochenende einmal mehr ein Kranz niedergelegt. Vor 230 Jahren kam der Erfinder des Vorläufers des Fahrrads in der Fächerstadt zur Welt. Und um ihm zu ehren, trifft sich traditionell Ende April eine Schar von Pedaleuren zur Drais-Tour. Bürgermeister Michael Obert erinnerte in seinem Grußwort auch an den verstorbenen „Monsieur Velo“, Stadtrat Heinz Vogel, der die Tour ins Leben rief.

Drais, der als entschiedener Demokrat seinen Adelstitel ablegte, erfand im Übrigen nicht nur die Draisine, sondern auch die erste Tastenschreibmaschine sowie einen Holzsparherd. Über den historischen Hintergrund der genialen Erfindung des Laufrads berichtete Obert.

„Auslöser für die Erfindung des Laufrads war der Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 in Indonesien, der zu einer Klimakatastrophe führte. Dies hatte 1816 Missernten, Hungersnöte und Futterknappheit für Pferde zur Folge. Die Laufmaschine sollte den pferdelosen Transport ermöglichen“, so Obert über das Ereignis, das 1816 in Europa als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichtsbücher einging.

Im Hier und Heute sei Karlsruhe auf einem sehr guten Weg als Fahrradstadt. Obert nannte Zahlen: 1950 wurden 20.000 Radfahrer am Tag am Mühlburger Tor gezählt. 1970 nur noch 2.000. Seitdem ist die Tendenz wieder steigend. 2006 wurden dort 4.000 Veloritter gezählt. „Und heute mögen es wohl mehr als 7.000 sein“, schätzte Obert, der hinzufügte dass Karlsruhe beim ADFC-Rad-Klimatest als Nummer eins in Süddeutschland abschnitt.
Danach setzte sich die historische Radgruppe in Bewegung. Die Tour führte traditionell in den Hardtwald und zum Monumenthaus.     -voko-

 
 

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