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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Mai 2015

Gemeinderat: Bei Neugestaltung der Kaiserstraße Kleinklima im Blick

 

GRÜNE-Antrag irritiert Plenum / Präsentation im Pavillon

Als Allee und Flaniermeile soll die Kaiserstraße nach ihrer Neugestaltung auch kleinklimatisch attraktive Wasser- und Grünelemente umfassen. Die Platanen müssen weichen, mehr Bäume sollen kommen. Die könnten jedoch keinen großen Beitrag zur CO2-Bindung leisten, erklärte die Verwaltung den Grünen.

Ein Programmpunkt im Schlossgarten-Pavillon soll die Erläuterung der Pläne sein. Für 2016 ist eine weitere Informations- und Diskussionsveranstaltung angedacht, bei der es auch um Durlacher und Mühlburger Tor sowie Karl-Friedrich- und nördliche Karlstraße gehen soll.

Die GRÜNE-Fraktion wollte über einen Antrag im Gemeinderat eine klimaoptimierte Gestaltungsplanung der Kaiserstraße forcieren. Beim Einzelpunkt Erhalt der Platanen, den das Gartenbauamt bereits im Dezember bautechnisch ausgeschlossen hatte, bestand sie auf Abstimmung und scheiterte an der Mehrheit. „Irgendwann müssen wir mal einen Knopf dran machen“, so OB Dr. Frank Mentrup. Auch werde die Baumschutzverordnung nicht verletzt. Die Verwaltung hatte in ihrer Stellungnahme zudem erläutert, dass flächige Begrünungen Konzept und Nutzen widersprächen.

Stadtrat Tom Høyem (FDP) drückte es so aus: „Die Kaiserstraße rettet nicht die Welt.“ Und: „Die Eigentümer sollen gestalten, nicht politische Ideologie.“ Auch CDU, SPD und KULT verstanden die grüne Beharrlichkeit nicht und zeigten sich zufrieden mit der Verwaltungsantwort. Bettina Lisbach (GRÜNE) hatte für ihre Fraktion noch Skepsis geäußert, den Informationstermin zum Stadtgeburtstag aber begrüßt. „Wichtig ist, dass Fußgängerfreundlichkeit geschaffen wird.“ -mab-

 
 

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