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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Mai 2015

Kombilösung: Mehr als Baustellen

„MARKTPLATZ“: Ein Werk (2015) von Isa Dullenkopf (Mitte), die mit Renate Weßbecher im K. ausstellt, was sich OB Mentrup gern ansah.  Foto: Privat

„MARKTPLATZ“: Ein Werk (2015) von Isa Dullenkopf (Mitte), die mit Renate Weßbecher im K. ausstellt, was sich OB Mentrup gern ansah. Foto: Privat

 

Ausstellung im K.: Hommage an Stadt und Vergängliches

Weltbekannt über das Karlsruher Modell, ist die weiter von Verkehrsentwicklung geprägte Fächerstadt auch durch Strahlkraft eine Stadt von Welt: Immerhin suchte Isa Dullenkopf, inspiriert von New York, imposante Eindrücke und entdeckte als erstes heimisches Motiv für ihre Kunst den Mendelssohnplatz neu für sich: „Der war für mich am ehesten Karlsruhes Times Square.“

Zusammen mit Renate Weßbecher transportiert sie ihre Perspektiven nun in einer Ausstellung im Infopavillon K. der Kombilösung und unterstreicht schon via Titel: „Karlsruhe - mehr als Baustellen.“

Die haben es den Künstlerinnen aber besonders angetan - ein vielschichtiger Gewinn, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Vernissage: „Das Wunderbare ist, dass uns die Kunst Gelegenheit gibt, innezuhalten. Im Alltag nehmen wir Merkmale der Baustellen als vergänglich wahr.“ Zugleich wandelten die Bilder Statik in Ästhetik.

Das lässt sich über etwa „Alle Richtungen“ - die New-York-Adaption, „Mühlburger Tor“, „Pyramide“ benannte Werke den Mai über am Ettlinger-Tor-Platz erleben, den Weßbecher in einen Farbenrausch versetzte. Anders als die auch für ihr Kunstschaffen gleichsam künstlerisch fotografierende Dullenkopf verwendet die Architektin Skizzen oder Schnappschüsse als Basis. „Mir ist nicht wichtig, dass man die Orte erkennt, es kommt mir auf die Farben an.“ Die Auenwälder reizen sie und „Das Fest mit seinen Menschenmassen.“

Auch ohne diese vital wirken die Baustellenszenarien: „aus liebevollem Blick auf die Stadt“ entstanden, so Weßbecher. Dullenkopf kam nicht am Exotenhaus vorbei, „das ja auch Baustelle ist“. Kunsthistorikerin Susanne Schiller eröffnete ihr Künstlerinnen-Gespräch mit einem treffenden Gruß an das dicht gedrängte Publikum: „Liebe Kunstfreunde, liebe Kombi-Freunde - ich gehe davon aus, dass das Eine das Andere nicht ausschließt.“ -mab-

 
 

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