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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Mai 2015

Kombilösung: Trichter vor “Giulia” wird aufgefüllt

BETON muss weichen zwischen Ritter- und Lammstraße, um die bald anstehende Verlagerung der Gleise vorzubereiten. Foto: Fränkle

BETON muss weichen zwischen Ritter- und Lammstraße, um die bald anstehende Verlagerung der Gleise vorzubereiten. Foto: Fränkle

 

Arbeiten für gesicherten Vortrieb begonnen / Qualitätskontrolle am Kongresszentrum

Mit Feinkies naht das Ende ihres ungewollten Stillstands: Rund um die Tunnelvortriebsmaschine sind die beschlossenen und befreienden Arbeiten angelaufen, dank derer „Giulia“ bis Anfang Juni einer gesicherten Weiterfahrt entgegenblicken kann.

So wurden zunächst von oben durch das zur Inspektion bereits errichtete Mannloch im östlichen Deckel des unterirdischen Bauwerks Gleisdreieck Marktplatz zehn Kubikmeter Kies in den Trichter gefüllt. Der war Anfang März durch nachsackendes Erdreich entstanden und verhindert seitdem, dass „Giulia“ den notwendigen Stützdruck vor ihrem Schneidrad aufbauen kann.

Als nächstes wird Dämmermaterial in den Trichter gegeben. Der Baustoff verfestigt das aufgefüllte Material, um den Vortrieb zu gewährleisten. Im Bereich von Abbau- und Arbeitskammer der Maschine werden lockeres Erdreich und Schlamm entfernt.

Gleisumbau in Ferien

Bei „Giulias“ Ziel, in der Mitte der Straßenkreuzung Mühlburger Tor, sollte die Herstellung der Schlitzwände abgeschlossen werden. Derweil sind zudem die Kanalschächte nördlich und nun auch südlich der Kaiserstraße errichtet. Im Bereich der künftigen U-Station Lammstraße wird zwischen Ritter- und Lammstraße die Betonmittelwand oberhalb des Deckels entfernt - für die Gleisverlagerung in den Pfingstferien während letzter Mai- und erster Juniwoche. Die Bewehrung für den Deckel an der Nordwestecke Kaiserstraße / Lammstraße hat begonnen, die Betonage sollte dieser Tage erfolgen.

Die Hebelstraße soll bald in einem U nach Norden über den Marktplatz verschwenkt werden, um zwischen Haltestelle und Tunnel in der Karl-Friedrich-Straße die so genannte Trompete vorzubereiten, in der sich zwei Gleise auf drei Haltestellengleise erweitern. Rund 70 Prozent der etwa 2.400 in der Karl-Friedlich-Straße erforderlichen Bohrungen sind ausgeführt.

Durch die Löcher werden rund um die Uhr Weichgel und Feststoff zur Vorbereitung auf den bergmännischen Tunnelbau injiziert. Nördlich des Ettlinger Tors ist das Auftragen von Spritzbeton auf die freigelegten Schlitzwände erst einmal abgeschlossen.

Am Halt Kongresszentrum hat die Qualitätskontrolle begonnen, die Auskunft zur Dichtigkeit der Grube gegenüber dem rundum anstehenden Grundwasser gibt. Nächste Woche ist unter anderem der Aushub bis zur Ankerlage geplant. -red-/-mab-

 
 

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