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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Mai 2015

Wohnungseinbrüche: Eigentum weg, Angst bleibt

 

Erfolgreiche Polizeiarbeit

Einen "drastischen Rückgang" der Wohnungseinbrüche im ersten Quartal des Jahres vermeldeten in der letzten Woche der Leiter der Kriminalpolizeidirektion beim Polizeipräsidium Karlsruhe Karl-Heinz Ruff und Alexander Ebert, Leiter der "Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Eigentum".

Nachdem die Wohnungseinbrüche in den letzten Jahren drastisch angestiegen waren, 2013 allein um 65 Prozent, die Aufklärungsquote dagegen immer im einstelligen Prozentbereich lag, war im Mai letzten Jahres die 50-köpfige BAO Eigentum installiert worden, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung der Einbruchskriminalität beschäftigt.

Die Vorreiterrolle, die das Polizeipräsidium für Baden-Württemberg übernommen hat, scheint sich auszuzahlen. Zwar stieg im letzten Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe die Zahl der Einbrüche nochmals um 4,4 Prozent auf 2011 Fälle an, gegenüber dem Vorjahr konnte allerdings die Aufklärungsquote von 6,2 auf 13,2 Prozent deutlich gesteigert werden. Ebenso nahm die Zahl der gescheiterten Einbruchsversuche zu, in denen die Täter entweder gestört wurden, oder sich keinen Zugang zur Wohnung verschaffen konnten.

"Die Karlsruher Aktivitäten schrecken die Klientel ab", stellt Alexander Ebert eine positive Entwicklung fest, die in den nächsten Wochen nochmals durch Sonderaktionen unterstützt werden soll. Dabei sind zusätzlich 30 Beamte im Einsatz, die informieren, kontrollieren und Präsenz zeigen.

"Ein Einbruch ist ein Eindringen in die Intimsphäre" weist Kripochef Ruff, daraufhin, dass neben dem materiellen Schaden oft traumatische Erlebnisse bei den Betroffenen zurückbleiben. Man sollte daher mehr in die eigene Sicherheit investieren, weist Ruff auf das Beratungsangebot der Polizei hin.

"Der Selbstschutz der Bürger, etwa durch einbruchsichere Türen und Fenster ist wichtig", setzt Polizeisprecher Ralf Minet daneben besonders auf die Sensibilisierung der Bevölkerung. "Lieber ein Anruf zuviel als einer zuwenig" appelliert Minet an die Bürger keine Scheu zu zeigen und immer die 110 anzurufen, wenn sie etwas Verdächtiges im Umfeld wahrnehmen. -fis-

 
 

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