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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Mai 2015

Botschaft: Karlsruhe zeigt Flagge für Vielfalt

ZEICHEN FÜR VIELFALT SETZEN: Markus Brock, Susanne Asche und OB Mentrup (v.l.) zeigten vor den Medien Flagge. Foto: Müller-Gmelin

ZEICHEN FÜR VIELFALT SETZEN: Markus Brock, Susanne Asche und OB Mentrup (v.l.) zeigten vor den Medien Flagge. Foto: Müller-Gmelin

 

OB Dr. Frank Mentrup lässt Kampagne wiederaufleben / Veranstaltung am 23. Mai soll Selbstverständnis als weltoffene Stadt unterstreichen

Bei einer Veranstaltung am 23. Mai auf dem Platz der Grundrechte will Karlsruhe das Selbstverständnis als tolerante, vielfältige und bunte Stadt unterstreichen. Auf Initiative von OB Dr. Frank Mentrup lässt die Stadt dabei die Kampagne „Karlsruhe zeigt Flagge“ wiederaufleben.

Von der Stadtgründung an ist Karlsruhe von Toleranz, Offenheit und Vielfalt geprägt. Und als Stadt des Miteinanders der Kulturen und der Weltoffenheit zeigt sich Karlsruhe auch zum 300. Stadtgeburtstag. Doch seit einigen Monaten will der Karlsruher Ableger Kargida der Pegida-Bewegung diffuse Ängste vor einer vermeintlichen Islamisierung schüren. Es sei jetzt einfach an der Zeit, „dass Karlsruhe wieder einmal Flagge zeigt“, hob OB Dr. Frank Mentrup am Dienstag vor den Medien hervor. Zunächst gegen alle Bestrebungen, die Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit propagieren.

Stadt vielfältiger demokratischer Traditionen

Da sehe sich Karlsruhe als Stadt vielfältiger demokratischer Traditionen und Sitz der obersten deutschen Gerichte in einer besonderen Verantwortung, so Mentrup. Vor allem aber soll die Veranstaltung am Verfassungstag (am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet) ein Zeichen des lebendigen Miteinanders in der Zivilgesellschaft setzen.
„Karlsruhe zeigt Flagge für Vielfalt und Toleranz“ lauten denn auch die Botschaft die „das informative und fröhliche Fest“ (Mentrup) aussenden soll, wie auch der Titel der Kampagne, die bei der Veranstaltung ihr Revival erlebt.

Angebot, Vielfalt zu spüren

Resonanz darauf verspricht sich der OB nicht nur von einem breiten gesellschaftlichen und politischen Bündnis, „das sich klar abgrenzt von dem, was uns Pegida alle zwei Wochen präsentiert“. Mentrup sieht die Veranstaltung mit ihrem offenen Charakter auch als Angebot an „verunsicherte Bürger, Vielfalt zu spüren“, sich über andere zu informieren, ihnen zu begegnen, Ängste und Vorurteile abzubauen.

Kulturelle Vielfalt will denn auch das Bühnenprogramm von 12 bis 14 Uhr zeigen. „Vor allem das Miteinander in Lebensfreude und Buntheit, das täglich in der Stadt gelebt wird“, betonte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche, als sie den Medien die wesentlichen Schwerpunkte nannte. Für passende Töne und Rhythmen sollen Musiker aus Stadt und Region sorgen, das Badische Staatstheater ist mit einer Lesung von Eva Derleder mit von der Partie. Und das Tanztheater Gabriela Lang bringt ebenso eine Choreographie auf die Bühne wie ein Hip-Hop-Ensemble junger Karlsruher Tänzer unterschiedlicher Nationen. Darüber hinaus gibt es Talkrunden und natürlich das Hissen der Flagge für Vielfalt und Toleranz. Die Moderation des Programms übernimmt Markus Brock.

Markus Brock: Ausgrenzung ist falscher Weg

„Nur auf Kargida einzuklopfen und Menschen auszugrenzen“, sei der falsche Weg, war der Karlsruher Fernsehmann „sofort dabei, für etwas einzutreten, mich für das Miteinander einzusetzen“. Für SWR-Moderator Brock dabei ganz wichtig ist, mit den Menschen in den Dialog zu treten, „verunsicherte Bürger durch Kultur“ zu erreichen. -trö-

 
 

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