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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Mai 2015

Stadtgeburtstag: PH und Team präsentieren CarlBenz-App zum Autoerfinder

 

Medienkompetenz im Fokus

Auto-Pionier Carl Benz hat Karlsruhe geprägt, seine Erfindung die Welt und die Fächerstadt beeinflusst. Klar, dass er Teil des 300. Stadtgeburtstags ist - etwa beim „Walk of Innovation“ oder über eine Oldtimer-Schau.

Mit einer nach ihm benannten App können Bürger und Besucher nun außerdem sein Leben und Wirken in Karlsruhe sowie die beschriebenen Wechselwirkungen erfassen. Da Benz stets Innovationen suchte, „hätte er sicher Spaß daran gehabt, dies auf modernen Medien nachzuvollziehen“, war sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup vor einem Rundgang mit Verantwortlichen sicher.

Studenten und Tutoren der PH Karlsruhe haben das Programm mit dem Stadtmuseum, dem Verein „Tribut an Carl Benz“, der auch den Korso am 19. Juli organisiert, der Uni Bonn und der Firma Quest-Mill erarbeitet und entwickelt.

Neben dem Anspruch, dem berühmten Sohn der Stadt, wenngleich im damals eigenständigen Mühlburg geboren, mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, trieb ein weiterer Mehrwert die Leitung um Ulf Kerber von der PH an: Medienbildung steht ab 2016 auf dem Landes-Bildungsplan, Medienkompetenz will aber erst einmal vermittelt sein.

Der Konsum ist enorm verbreitet, für Produktionen und das Wissen um Manipulation, Inszenierung, nötige Quellenkritik gilt das weit weniger, betont Kerber. Die CarlBenz-App und DisKAver, noch in Arbeit, sind wegweisende Projekte. Basierend auf einem Kurzfilm, der wissenschaftlichen Arbeit von Benjamin Hemberger und Malte Hoheisel zur Benz-Vita, widmeten sich PH-Studierende der Aufgabe, Produktion erlernen und später im Unterricht - ohne größeres technisches Know-how - beibringen zu können.

Grundlage ist ein Editor für Führungen, Quizspiele und mehr. Bei aktiviertem GPS zeigt die Benz-App an hinterlegten Punkten automatisch Infos an, die Archivalien, Text, Bilder, Filme verknüpfen. Die von Studentin Anna Lindner recherchierte und filmisch aufbereitete, dann im Stadtmuseum gezeigte Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg ist auch ein Seminar-Beispiel dafür, wie Innovationen konstruktiv nutzbar werden. -mab-

 
 

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