Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Mai 2015

Wirtschaftsförderungsausschuss: Handel weiter wichtiger Impulsgeber

MIT DER INNESTADTENTWICKLUNG beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss. Foto: Fränkle

MIT DER INNESTADTENTWICKLUNG beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss. Foto: Fränkle

 

Ausschuss beschäftigte sich mit der Innenstadtentwicklung

Mit seinem bisher geschnürten Gesamtpaket zur Stärkung des Einzelhandels liegt Karlsruhe richtig. Dies wurde im Wirtschaftsförderungsausschuss deutlich, der am Dienstag unter der Leitung von Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz tagte.

Während bundesweit der Umsatz im Weihnachtsgeschäft um über ein Prozent des Vorjahres lag, verzeichnete der Karlsruher Einzelhandel keine Zuwächse. Nachdem neben der Baustellensituation dafür in erster Linie die zunehmende Konkurrenz durch den zunehmenden Online-Handel ausgemacht worden war, konnte Dr. Beate Hollbach-Grömig vom Deutschen Institut für Urbanistik Berlin (DIFU), die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschuss beruhigen.

"Der Online-Handel ist nicht Auslöser für Probleme des stationären Handels", verwies die Expertin auf die Ergebnisse bundesweiter Marktbeobachtungen. Der Handel sei weiterhin "wichtigster Anziehungsfaktor für die Innenstädte kombiniert mit anderen Attraktion und dem richtigen Branchen- und Größenmix". Besonders wichtig dabei sei das Angebot an Bekleidung und Lebensmittel, wobei die oftmals beklagte Filialisierung von den Kunden nicht so negativ gesehen werde. Für die Käuferinnen und Käufer sei eher wichtig, dass sie gefragte Marken in ihrer Einkaufsstadt bekommen.

"In Karlsruhe wurde bereits gute Arbeit geleistet", wies Bürgermeisterin Luczak-Schwarz auf die Vielzahl von Maßnahmen hin, mit der Stadt und Handel gemeinsam die Kundenfrequenz in der Innenstadt erhöhen wollen. Nun gelte es zusammen Marketingstrategien für die Zeit bis zum Abschluss der Umgestaltungsmaßnahmen in der Kaiserstraße und für die Zeit danach zu erarbeiten. Zum Thema "Einkaufen und Nahversorgung in der City, in den B-Zentren und in den Stadtteilen" werde im Frühjahr 2016" eine Bürgerfrage durchgeführt und im Herbst 2016 ein Gutachten zur "Zukunftsfähigkeit des Einzelhandelsstandorts Karlsruhe" in Auftrag gegeben.

Wie in jeder Sitzung beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungssausschuss mit dem dringenden Bedarf an Gewerbeflächen. Grünes Licht wurde dabei für die Aufstellung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Gottesauer Feld" gegeben. Durch das nordöstlich von Neureut liegende 21,6 Hektar große Gebiet verläuft die neue Umgehungsstraße von der B 36 zur Grabener Straße/L605. -fis-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe