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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juni 2015

KASIG und VBK im Plan: Freie Fahrt für Bahnen

MITTIG durchqueren die Straßenbahnen nun wieder die Innenstadt, nachdem sie in den Pfingstferien zur Gleisverlegung gesperrt war. Foto: Fränkle

MITTIG durchqueren die Straßenbahnen nun wieder die Innenstadt, nachdem sie in den Pfingstferien zur Gleisverlegung gesperrt war. Foto: Fränkle

 

Weitere Fortschritte für Giulia und die Kombilösung

Bei durchschnittlicher Geschwindigkeit legt „Giulia“ täglich zehn bis zwölf Meter zurück und nimmt so weiter Fahrt auf. Die Strecke nördlich des Marktplatzes hat die Tunnelvortriebsmaschine in den zurückliegenden Tagen hinter sich gebracht und so das Endziel Mühlburger Tor wieder fester im Visier.

„Giulia“ grub sich dabei, wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) informiert, auch durch jenen Teil des Gleisdreiecks Marktplatz, an dem die südliche Deckelhälfte noch nicht gebaut ist. Um diesen herzustellen, kann dort jetzt der Aushub des als zusätzliche Auflastung eingebrachten Erdreichs beginnen.

Oberhalb der künftigen Haltestelle Lammstraße kamen die Arbeiten zur Gleisverlegung in die Mitte der Kaiserstraße planmäßig voran. Auch die Arbeiten am Treppenaufgang Süd in der Ritterstraße wurden fristgerecht beendet - wie der Gleisaustausch der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) im Bereich der oberirdischen Haltestelle Marktplatz (Kaiserstraße). Seit Montagfrüh dieser Woche rollen wie vorgesehen wieder alle Straßenbahnen durch die Innenstadt.

Während indes am westlichen Ende der künftigen Ost-West-Tunnelröhre am Mühlburger Tor mit dem Pumpversuch die Qualitätssicherung für die fertige Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) begonnen hat, geht am östlichen Ende in der Durlacher Allee die Betonage der Wände weiter.

Steter Wechsel

Auf dem Marktplatz dauert der stete Wechsel zwischen Bewehren und Betonieren der Abluftkanäle auf dem Deckel der künftigen Station an. Ebenfalls betoniert wurde einer der Zugänge in Höhe der Pyramide. Und auch die Grube im südlichen Deckelbereich wird inzwischen aufgefüllt. In der Karl-Friedrich-Straße sind rund 85 Prozent der insgesamt 2400 erforderlichen Bohrungen ausgeführt. Noch länger dauert allerdings das Einfüllen von Feststoff und Weichgel in die Löcher, um den Untergrund auf den bergmännischen Ausbau dieses Tunnelabschnitts vorzubereiten.

Nördlich und südlich des Ettlinger Tors laufen Ankerarbeiten in der dritten und damit tiefsten Lage. Die zehn Schlitzwände für die Mitte der ehemaligen Straßenkreuzung sollten im Lauf dieser Woche hergestellt werden. Im Tunnelabschnitt in der Ettlinger Straße südlich der Kreuzung mit Baumeister- und Hermann-Billing-Straße ist die halbe HDI-Sohle eingedüst.

Zum Herstellen des Deckels der Haltestelle Kongresszentrum erfolgen der Aushub sowie das Abstemmen der Schlitzwandköpfe. Richtung Augartenstraße bauen die Stadtwerke eine Fernwärmeleitung ein. Zudem wird für die Verankerungen Erdreich ausgehoben. -red-/-mab-

 
 

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