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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juni 2015

Kultur: Asaf Avidan sagte doch noch zu

CALEXICO sind Grenzgänger zwischen den Welten. Fanden sie für ihr letztes Album Inspiration in Algiers und New Orleans, verschlug es sie mit „Edge of the sun“ nach Mexico City. Foto: Bastian

CALEXICO sind Grenzgänger zwischen den Welten. Fanden sie für ihr letztes Album Inspiration in Algiers und New Orleans, verschlug es sie mit „Edge of the sun“ nach Mexico City. Foto: Bastian

Y´AKOTO spielt im Rahmen der Reihe „Zeltival-Vorfreude“. Foto:Bastian

Y´AKOTO spielt im Rahmen der Reihe „Zeltival-Vorfreude“. Foto:Bastian

 

Zeltival vom 9. Juli bis 12. August mit alten Bekannten und neuen Entdeckungen

Es wäre wohl keine gute Idee gewesen, das Tollhaus-Zeltival wegen des Stadtgeburtstags und der damit einhergehenden sommerlichen Veranstaltungsfülle auszusetzen. Zwar hatte das Team um Geschäftsführer Bernd Belschner im Vorfeld „ernsthaft mit dem Gedanken gespielt“, ihn dann aber wieder rasch verworfen. Gut so.

Denn damit hätte das Kulturzentrum vom 9. Juli bis 12. August nicht nur seinen Jahreshöhepunkt eingespart, auch dessen Fans hätten einiges verpasst. Den israelischen Star Asaf Avidan etwa, der in Karlsruhe eines von zwei Deutschlandgastspielen gibt (6. August). Lange habe man den Folk-Rock-Barden mit der prägnant heiseren Stimme umworben, der mit dem Dance-Remix seines „Reckoning Song“ einen Riesenhit landete. Dass die Zusage dann punktgenau kurz vor der Zeltival-Pressekonferenz kam, war für Belschner ein „ziemlicher Knaller“.

Avidan ist erstmals dabei, ebenso wie etwa Songschreiber Scott Matthew (15. Juli), Blueser George Thorogood & The destroyers (27. Juli) oder Retro-Pop-Sängerin Leslie Clio (7. August). Ansonsten hat die aktuelle Festival-Besetzung hohen Wiedererkennungswert. Alte Bekannte sind Götz Alsmann, der für den 16. Juli deutsche Fassungen von Broadway-Klassikern verspricht, Shantel & Bucovina Club Orkestar (20. Juli), das Schweizer Multitalent Sophie Hunger (2. August) oder die Wüstenrocker von Calexico (10. August).

Mit 10.000 Tickets, die bis jetzt über virtuelle oder tatsächliche Theken gingen, läuft der Verkauf besser denn je. Und wer sich erst jetzt für Patti Smith oder Zöller Network und „Wolfgang & Wolfgang“ (Ambros und Niedecken) entschließt, hat Pech. Die Karten sind weg.

Hoffen kann dagegen die Anhängerschar Hubert von Goiserns. Zwar ist sein Zeltival-Auftritt ausverkauft, aber es gibt noch einen Zusatztermin am 1. Juli im Rahmen der kleinen Zeltival-Vorfreude-Reihe, bei der auch die deutsch-ghanaische Soul-Sängerin Y´akoto auftritt (4. Juli). Am 29. Juli kommt es bei „Swinging Comedy“ mit der SWR Big Band & Herr Hämmerle und den Gästen Sandie Wollasch und Gunzi Heil zum badisch-württembergischen Gipfeltreffen.

Den Swing-Sound der 40er und 50er Jahre beschwören die drei Grazien der Puppini-Sisters bei einem Zeltival-Spezial am 11. Juli im KA300-Pavillon im Schlossgarten - wegen des Stadtgeburtstags bei freiem Eintritt. Klassischer Jazz sei bei der 21. Zeltival-Saison nicht dabei, bedauerte Belschner, das bleibe aber die Ausnahme. Immerhin habe Al Jarreau verlauten lassen, er käme nächstes Jahr gerne. -maf-

 
 

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