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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Festivalsommer: Freudiger Aufbruch ins vierte Jahrhundert

HEREINSPAZIERT: Die Urzelle kultureller Ideen ist eröffnet. Foto. Fränkle

HEREINSPAZIERT: Die Urzelle kultureller Ideen ist eröffnet. Foto. Fränkle

 

Jubiläumsreigen bis Ende September / Samstag Eröffnungsshow

Die Vorfreude auf macht jetzt der Freude am Feiern Platz. Mit einer spektakulären Illumination und dem Konzert „Sternstunden“ startete am Abend des 300. Gründungstags Karlsruhes am Mittwoch, 17. Juni, der Festivalsommer. Die Eröffnungsshow am Samstag setzt dann endgültig den Jubiläumsreigen in Gang.

Der Stadtgeburtstag sei „ein Festival für alle Bürger“, wies OB Dr. Frank Mentrup bei der Eröffnungspressekonferenz am Montag auf die über 500 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten hin, die in den 100 Tagen des Festivalsommers über die Bühne gehen. Schauplatz von allein 400 davon ist der Pavillon hinter dem Schloss, der mit seiner vom Berliner Architekturbüro J. Mayer H. entworfenen Holzstabkonstruktion weit über die Landesgrenzen hinaus für Gesprächstoff sorgt.

Toleranz, Offenheit, Liberalität: Diese Werte, „die am Anfang von Karlsruhe standen und die Stadt bis heute auszeichnen“, so Mentrup, ziehen sich wie ein roter Faden durch Diskussionsrunden, Foren, Workshops, Konzerte, Filme und Aufführungen, durch „hochkarätige“ wie kleinere Veranstaltungen des Festivalsommers.

Auftakt für etwas Bleibendes

Auf die Verpflichtung von ganz großen Namen habe die Stadt bewusst verzichtet, „die Stars sind die Menschen“, betonte der OB. Bereits im Vorfeld hätten die Karlsruherinnen und Karlsruher bei zahlreichen Projekten unterstrichen „mit welcher Begeisterung“ sie diese Rolle mit Leben erfüllten.
Die Aufbruchstimmung soll weit mehr als einen Sommer lang das Stadtbild prägen. Die Begeisterung „baut Brücken, knüpft Verbindungen, aus ihr entstehen Freundschaften“, zeigte sich KA-300-Geschäftsführer Martin Wacker davon überzeugt, dass der Stadtgeburtstag auch „Auftakt für etwas Bleibendes ist“, das die in Karlsruhe „tief verwurzelte Kultur des Miteinanders“ weiter stärke. Die Identifikation der Bürger mit der Stadt sei „jetzt schon gewaltig“. Allein bis heute hätten Veranstaltungen von KA300, so Wacker, 150.000 Mitwirkende oder Zuschauer verzeichnet.

Gut 80 Prozent der Angebote sind frei zugänglich, einige kosten Eintritt, etwa die der musikalischen Reihe, in der Edo Zanki am 10. Juli, 21. August und 11. September regionale Künstler in Soul, Rock und Jazz im Pavillon präsentiert. Karten zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen gibt es online über www.ka300.de, im KA300-Laden in der Kaiserstraße 97 sowie in der Tourist-Info am Hauptbahnhof.

Für die Eröffnungsshow am Samstag, 20. Juni, vor dem Schloss sind allerdings keine Tickets mehr zu bekommen. Sämtliche 40.000 Karten für die multimediale Show, zu der auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit seinem Landeskabinett sowie Delegationen aus den Partnerstädten kommen, waren bereits Anfang Mai weg.

Multimediales Spektakel

Die Festgäste erwartet am morgigen Samstag ein facettenreiches multimediales Spektakel, zu dem 400 Künstler beitragen. Um 18 Uhr startet das Vorprogramm, um 21.30 Uhr die Show. Oper trifft dann auf Hip-Hop, Lichtspiele verzaubern den Nachthimmel, die Schlossfassade wird zur 130 Meter breiten Leinwand. Auf drei Bühnen wechseln Akrobaten, Sänger, Musiker, Tänzer und Chöre einander ständig ab. Diejenigen, die kein Ticket mehr erhalten haben, können sich die Show auf dem Bildschirm ansehen. Baden TV überträgt von 21 bis 23 Uhr live.  

Für die Eröffnungsshow richtet das Ordnungs- und Bürgeramt am morgigen Samstag im Bereich des Zirkels zusätzliche Taxiplätze und Parkplatze für Menschen mit Behinderung ein. Für den Allgemeinverkehr gibt es dann dort keine Parkplätze. Möglichkeiten ihr Fahrzeug abzustellen, finden Besucher in Parkhäusern und im Umfeld des Wildparkstadions. Keinen Zugang gibt es heute und morgen (19. und 20. Juni) in den Schlossgarten.

Eine Zelle für kulturelle Ideen

Es sind auch die weniger spektakulären  Dinge am Rande, die den 300. Stadtgeburtstag auszeichnen. Dazu gehört eine frühere Telefonzelle. Die steht jetzt mit grünem Anstrich vor dem KA300-Laden in der Kaiserstraße. Auch das Interieur des einstigen Orts der Kommunikation ist umgebaut. Ohne den früher obligatorischen Telefonapparat dient die Zelle der inneren Einkehr, lädt Passanten zu Momenten der Besinnung oder als Urzelle kultureller Ideen auch zu kreativen Gedanken ein. -trö-

 
 

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