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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Kinderfreundlichkeit: Schach, Schilderverkauf, Singen

AUSGEZEICHNETE und Akteure des 10. Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreises versammelten sich im Jubez zum Gruppenbild. Foto: Fränkle

AUSGEZEICHNETE und Akteure des 10. Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreises versammelten sich im Jubez zum Gruppenbild. Foto: Fränkle

 

Preis ehrt zwei Vereine und Tiefbauamt - Blondel als Laudator

„Einen Preis ins Leben zu rufen, ist gar nicht so schwierig. Ihn über die Jahre am Leben zu erhalten, ist gar nicht so selbstverständlich“, hob Bürgermeister Martin Lenz im Jubez anerkennend zur Verleihung des zehnten Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreises, vergeben vom Bündnis für Familie, hervor.

Die aus zehn Kindern von 8 bis 17 bestehende Jury durfte und musste Sieger küren, doch allen 17 Nominierten galt Anerkennung. Wie denen, die umtriebige Privatpersonen oder Organisationen verschiedenster Art vorgeschlagen hatten.
Als Laudator unterstrich das der frühere Zehnkampf-Star Alain Blondel, der heute unter anderem das Karlsruher Indoor-Meeting leitet. „Vielen Dank“, dann nannte er die Namen aller für zumindest einen Abend ins Rampenlicht gerückten Akteure, „für alles, was Sie schon geleistet haben, und was Sie noch leisten werden“.

Aus eigener Erfahrung betonte der Olympionike exemplarisch: „Ohne die Ehrenamtlichen könnte Sport wahrscheinlich gar nicht existieren.“ Um einen besonderen Sport, der nicht konsequent als solcher anerkannt, aber ein faszinierender Zeitvertreib ist, und dessen junge Anhänger machen sich die Karlsruher Schachfreunde verdient. Sie belegten dieses Jahr auf Basis der von den Kindern bestimmten Kernkriterien Engagement mit Spaß und Freude, Ehrenamtlichkeit und Außergewöhnlichkeit den mit 500 Euro prämierten ersten Platz. Denn, so ein Teil der Begründung, sie schafften es gemeinschaftsfördernd, „das Interesse und die Freude der Kinder zu wecken und begeistern sie für ein außergewöhnliches Hobby“.

Rang zwei und drei gingen mit 300 respektive 200 Euro an die Abteilung Verkehrslenkung des städtischen Tiefbauamts, dessen regelmäßiger Schilderflohmarkt-Erlös Kitas zugute kommt, sowie den Gesangverein Frohsinn. Dieser hilft vor allem benachteiligten Kindern mit kostenloser Mitgliedschaft, kleinen Geschenken und mehr. Eine besondere Auszeichnung ohne Preisgeld ging an die nicht völlig ehrenamtlich, aber beherzt für Kinderrechte und -interessen agierende Mobile Spielaktion Karlsruhe.

Passend zur Feierstunde riss das Projekt „EFI tanzt“ des Vereins Eltern und Freunde für Inklusion sich selbst und den voll besetzen Saal mit. Drei fantastische junge Sängerinnen, darunter eine ausgezeichnete Violinistin, warben samt Vollblutmusikern als „Los Catacombos“ für eine Durlacher Jugendinitiative und die gleichnamige Band. -mab-

 
 

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