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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Kombilösung: Giulia hat die Hälfte geschafft

UNTERSCHIEDLICH SICHTBAR sind die Kombi-Fortschritte auch auf der früheren Kreuzung Ettlinger Tor. Mit der letzten Lamelle konnte der dortige Schlitzwandbau abgeschlossen werden. Foto: KASIG

UNTERSCHIEDLICH SICHTBAR sind die Kombi-Fortschritte auch auf der früheren Kreuzung Ettlinger Tor. Mit der letzten Lamelle konnte der dortige Schlitzwandbau abgeschlossen werden. Foto: KASIG

 

Bei 1024 Metern Meilenstein passiert / Karl-Friedrich-Straße: Bohrungen erledigt

Unter anderen Umständen würde man sagen: „Giulia“ ist über den Berg. Die Tunnelvortriebsmaschine arbeitet aber ja unterirdisch und hat nun die erste Halbzeit, die erste Hälfte der Strecke bis zum Ziel am Mühlburger Tor hinter sich gebracht.

Ohne Pause gräbt sie sich bereits durch die zweite. Die Tunnelröhre erstreckt sich somit vom Durlacher Tor bis über den Marktplatz. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von zehn Metern pro Tag bewegte sich „Giulia“ auch zuletzt zwischen Marktplatz und Ritterstraße innerhalb des Bauwerks der künftigen U-Station Lammstraße solide vorwärts. Nach dem Passieren der Halbzeitmarke bei 1024 Metern verließ sie in Höhe der Kreuzung Ritter- und Kaiserstraße die Haltestelle wieder.

Der planmäßigen Verlegung der Straßenbahngleise in die Mitte der Kaiserstraße schlossen sich Leitungsarbeiten an, danach war noch die Oberfläche der Fußgängerzone vor dem Kaufhaus Karstadt zu schließen. Im Bereich des fehlenden Deckels an der Nordwestecke des Marktplatzes hat der Aushub des eingebrachten Erdreichs begonnen, um die Südhälfte des Deckels bewehren zu können. Zudem wurde der Haltestellenzugang an der evangelischen Stadtkirche betoniert.

Somit kann jetzt auch der südliche Teil des Marktplatzes mit Erdreich aufgefüllt werden. In der Karl-Friedrich-Straße sind sämtliche Bohrungen, das Einfüllen von Feststoff und Weichgel sowie die Qualitätssicherung abgeschlossen. Ende Juli entsteht dort wieder eine geschlossene Asphaltdecke.

Am Mühlburger Tor verlief der Pumpversuch für die Qualitätssicherung der direkt unter der Kreuzung hergestellten Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) erfolgreich. Sichtbares Zeichen des Baufortschritts ist auch der bevorstehende Abbau der Betonsilos: Sie waren für die Spezialtiefbauarbeiten benötigt worden, die am Mühlburger Tor inzwischen aber beendet sind.

Im Nord- und Südkopf des Ettlinger Tors liefen nach wie vor Ankerarbeiten unter den Deckeln. Mit dem Bau der letzten erforderlichen Lamelle endete indes der Schlitzwandbau für das Kombibauwerk auf der früheren Kreuzung Ettlinger Tor. Danach begann das Eindüsen der HDI-Sohle. -red-/-mab-

 
 

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