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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Juni 2015

Kultur: Einander vorurteilsfrei begegnen

AUSGELASSENES FEST DER KULTUREN: Das Fest der Völkerverständigung. Foto: Bastian

AUSGELASSENES FEST DER KULTUREN: Das Fest der Völkerverständigung. Foto: Bastian

 

Das Fest der Völkerverständigung präsentierte erneut die Vielfalt der Kulturen

Verständnis füreinander, Verständigung untereinander - das Fest der Völkerverständigung will nicht weniger als das. Am vergangenen Samstag feierten 60 Vereine, Organisationen und zahlreiche Gäste auf dem Stephanplatz sich selbst und eine Veranstaltung, die schon seit vielen Jahren Inbegriff ist von Begegnung und Werbung um Toleranz.

Und das alles fröhlich und ausgelassen - mit Konzerten, internationalen Tanzdarbietungen und liebevoll angerichteten Leckereien aus aller Welt. Um Frieden baten Mitglieder der AG „Garten der Religionen“ bei einem gemeinsamen Gebet. Frieden sei nur möglich, „wenn wir uns nicht über andere erheben und sie erniedrigen“.

Zuwanderung gehöre wie selbstverständlich zur Entwicklung einer Stadt, sei kein „neues Etikett“, unterstrich OB Dr. Frank Mentrup bei der Eröffnungstalkrunde zum Festmotto „300 Jahre Karlsruhe - 300 Jahre Zuwanderung“. Dazu wünschte er sich ein „öffentliches Klima“, das dazu ermuntere sich darauf einzulassen, dass „sich die eigene Kultur im Kontakt mit anderen verändert.“

Als Maria Goumenis 1973 ihren Arbeitsvertrag unterschrieb, hatte ihre Firma zuvor alle Formalien geregelt, heute seien Migranten oft auf sich alleine gestellt, berichtete die frühere Migrationsbeirätin. Angebote gebe es zuhauf, nannte die Vorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ), Barbara Mehnert, das Willkommenscafé, die Initiative „Tasse Tee“ oder das Patinnen-Projekt als Beispiele.

Für Dr. Schoole Mostafawy war das IBZ erste Anlaufstelle. Sie sei heute glücklich in dieser von ihr zunächst argwöhnisch betrachteten Stadt, „weil man hier die Chance hat, miteinander in Verbindung zu treten und Einzigartiges zu schaffen.“
-maf-

 
 

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