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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juni 2015

Stadtgeburtstag: Impulse höchster Energien

VOR DEM PAVILLON: Joachim Gauck und Daniela Schadt (Mitte), MP Winfried Kretsch¬mann und Gattin Gerlinde (links) sowie OB Dr. Frank Mentrup mit Gattin Dr. Andrea Hoffend (rechts). Foto: Fränkle

VOR DEM PAVILLON: Joachim Gauck und Daniela Schadt (Mitte), MP Winfried Kretsch¬mann und Gattin Gerlinde (links) sowie OB Dr. Frank Mentrup mit Gattin Dr. Andrea Hoffend (rechts). Foto: Fränkle

HOHER GEBURTSTAGSGAST: Bundespräsident Joachim Gauck hielt im Karlsruher Schloss das KA300-Logo in der Hand. Foto: Fränkle

HOHER GEBURTSTAGSGAST: Bundespräsident Joachim Gauck hielt im Karlsruher Schloss das KA300-Logo in der Hand. Foto: Fränkle

 

Benefizkonzert des Bundespräsidenten im Staatstheater

(cal/trö) Mit einem fulminanten Benefizkonzert beschenkte Bundespräsident Joachim Gauck zum 300. Geburtstag die Stadt. Zuvor besuchte das Staatsoberhaupt den KA300-Pavillon und trug sich im Gartensaal des Schlosses in das Goldene Buch der Stadt Karlsruhe ein.

Keine Reden oder großen Worte fielen beim Eintreffen des  Bundespräsidenten am Pavillon hinter dem Schloss. Dort gab es nach einem kurzen Empfang durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und OB Dr. Frank Mentrup einen Sponsorenempfang des abendlichen Benefizkonzerts. Und daraufhin marschierte Gauck die Strecke zum Schloss, in dessen Gartensaal der Eintrag ins Goldene Buch auf dem Programm stand. Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne hatte eignes dazu einen Röntgen-Tisch aus dem Jahre 1768 gerichtet. Danach eilten Staatsoberhaupt und Lebensgefährtin Daniela Schadt nebst Ehepaar Kretschmann mit der Staatskarosse gen Baumeisterstraße zum Badischen Staatstheater.

Im Staatstheater bekannte sich Gauck zu Karlsruhe als Hauptstadt des Rechts und Hüterin des Grundgesetzes - ohne es „wäre unsere Bundesrepublik eine andere.“ Mit dem Konzert unterstütze er die Alzheimer-Gesellschaft. Denn 1,5 Millionen Demenzkranke stellten die „Familien vor große Herausforderungen. Ich kann mein Haupt nur tief vor ihnen beugen. Wir wollen ihnen helfen, die Kranken unter Wahrung ihrer persönlichen Würde zu unterstützen solange es geht.“ Und dann machte Gauck Lust auf Badische Staatstkapelle, Helmholtz-Gymnasium und den Pianisten Frank Dupree, der „wie könnte es in Karlsruhe anders sein, ein Werk von Wolfgang Rihm uraufführt. Herr Rihm, gell das wird ein schöner Abend?“ Auch er freue sich, „an diesem jungen Geburtstag in dieser prächtigen Stadt und Perle Baden-Württembergs zu sein, setzte Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch einen drauf.

Wie Gauck Liebhaber klassischer Musik überließ er nun dem Orchester unter Justin Brown das Podium. Das baute zu Beginn einen herrlichen Spannungsbogen auf. Ein erstaunliches Niveau zeigten anschließend Mitglieder des Orchesters I aus dem Helmholtzgymnasium im tänzerischen Spiel mit den Profis bei Mendelssohn Bartholdys Hebridenouvertüre. „Con Piano? Certo!“ bewies das Ausnahmetalent der Musikhochschule, Düpree, im energiegeladenen, eruptiven „Gespräch“ mit der Staatskapelle. Beide stachelten sich in Rihms zwölfminütigem Auftragswerk der Stadt gegenseitig an, bauten nach lyrischer Entspannung mit aller Wucht die nächsten Klangwellen auf.

 
 

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