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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juni 2015

Stadtgeburtstag: Zeitreise mit 32 Reiseführern

DIE PROBLEME VON IRENE ROSENBERG (links) waren nicht sehr viel anderes als die ihrer heutigen Kollegin (rechts). Das Uni-Theater hatte eigens für die Laborbühnen ein Stück geschrieben. Foto: Fränkle

DIE PROBLEME VON IRENE ROSENBERG (links) waren nicht sehr viel anderes als die ihrer heutigen Kollegin (rechts). Das Uni-Theater hatte eigens für die Laborbühnen ein Stück geschrieben. Foto: Fränkle

 

Schul-, Jugend- und Hochschulgruppen stimmten auf Laborbühnen in Stadtgeburtstag ein

(erg) "Je suis Charlie" war die Parole, die weiß auf schwarz nach den Anschlägen in Paris Solidarität mit den Opfern der Terrorangriffe verkündete. Auf schwarzen Postkarten war in der vergangenen Woche an der Laborbühne auf dem Kirchplatz St. Stephan "Je suis Juller Hirsch" zu lesen. Mit einer Performance zum ersten deutschen jüdischen Fußballnationalspieler Julius "Juller" Hirsch beteiligte sich die Europäische Schule an der Aktion zur Eröffnung der KA-300-Feierlichkeiten.

32 Lichtstrahler mit höchster Leistungsfähigkeit leuchteten nachts in den Karlsruher Himmel und symbolisierten 32 große Persönlichkeiten der Karlsruher Geschichte - analog zu den 32 Strahlen, die als Alleen oder Straßen in die Stadt vom Schlossturm aus in alle Himmelsrichtungen gehen.

Diese 32 Persönlichkeiten haben Schul-, Jugend- und Hochschulgruppen am Donnerstag und Freitag auf vier Laborbühnen in der gesamten Innenstadt mit unterschiedlichsten Formen gewürdigt. Am Donnerstag allerdings nur eingeschränkt, weil manche Vorstellung wegen Regens ausfallen musste. Die Laborbühne hinter der Kirche St. Bernhard verlegte die Leitung der Heinrich-Meidinger-Schule dem Vernehmen nach deshalb am Freitag kurzerhand vom Freien in das Schulgebäude hinein.

Highlights der Zeitreise in die Karlsruhe Stadtgeschichte mit 32 Reiseleitern konnten die Gäste der großen Eröffnungsschau am frühen Samstagabend im Vorprogramm noch einmal genießen. So thronte Stadtgründer Karl-Wilhelm am Friedrichsplatz und am Samstag auf der Schlossbühne vor dem Schulorchester der Realschule Rüppurr. Er erzählte aus seinem Leben - auch von den über 20 Karls und Karolines. Und das Orchester intonierte Musik aus den drei Karlsruhe-Jahrhunderten. Mit Afrikanischer Kunst befasste sich der Kunsthistoriker und Schriftsteller Carl Einstein, dem das Gymnasium Neureut mit einer Tanzperformance mit phantasievollen Masken gedachte. Das Uni-Theater verglich die Karriere der Chemikerin Irene Rosenberg vom beginnenden 20. Jahrhundert mit der einer jungen Wissenschaftlerin von heute Zeit. Mit unterschiedlichen, aber vergleichbaren Ergebnissen.

 
 

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