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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juni 2015

Störche: Umzug in die Pfalz

ES GEHT LOS: Helmut Giraud holt die Jungstörche für ihre Reise aus ihrem Horst. Foto: Fränkle

ES GEHT LOS: Helmut Giraud holt die Jungstörche für ihre Reise aus ihrem Horst. Foto: Fränkle

 

Gesunde Population in Baden-Württemberg

(jäm) Zwei Störche ziehen von ihrem Horst auf dem Dach der Zooverwaltung in das pfälzische Niederotterbach und wurden deshalb beringt.

Anlass des Umzugs ist die Sicherheit der etwa sechs Wochen jungen Störche. Sind sie in Karlsruhe von Baustellen, Autos und Bahnen umgeben, so haben sie in der Pfalz den nötigen Platz, um sich in aller Ruhe auf ihre ersten Flugversuche zu konzentrieren. Wie Hans Clödy vom dortigen Storchenverein erklärte, leben die Störche dort in einer rund 130 Quadratmeter und vier Meter hohen Voliere, bis sie mit acht bis zehn Wochen flügge werden. „Dann lassen wir einfach die Tür offen und Anfang August fliegen sie weg Richtung Afrika.“

Nach zwei Jahren kehren sie zum ersten Mal wieder in die Region zurück, aus der sie ursprünglich kamen, nach drei lassen sie sich dort nieder. „Störche sind dem Nest treu“, betonte Storchenbetreuer Stefan Eisenbarth. Oft werde das mit Partnertreue verwechselt.

Die Storchenpopulation in Baden-Württemberg konnte sich dank der Maßnahmen in den letzten Jahrzehnten sehr gut erholen. Gab es in den Siebziegern lediglich 15 Brutpaare, so waren es im letzten Jahr 764 und 1738 Jungstörche.

 
 

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