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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juni 2015

Wir sind zuständig: Mit anderen Augen durch die Straßen

STEFANIE SCHNELLBÄCHER bei der Arbeit. Foto: Fränkle

STEFANIE SCHNELLBÄCHER bei der Arbeit. Foto: Fränkle

 

Stefanie Schnellbächer ist Straßenreinigerin bei der Stadt

(döp) „Seit Anfang März gehe ich mit anderen Augen durch die Straßen“, erzählt Stefanie Schnellbächer. Seitdem ist die 45-Jährige als Straßenreinigerin beim Amt für Abfallwirtschaft der Stadt Karlsruhe im Einsatz und sorgt mit ihren rund 100 Kollegen für die Sauberkeit der Straßen.

Mit Besen, Kehrschaufel, Kratzer und Laubblasgerät bewaffnet reinigen sie Straßen, Parkbuchten, Rundwege, Verbindungswege und Gehwege mit städtischer Anliegerverpflichtung. Danach wird der gesammelte Abfall mit einem Kleinlaster zur Umladestation  gebracht und dort entsorgt. „In den vergangenen Monaten waren wir auch viel für die Dreck-weg-Wochen unterwegs und haben unter anderem die gefüllten Drecksäcke der Teilnehmer abgeholt“, berichtet Schnellbächer. Dass die Arbeit der Straßenreinigung um 6 Uhr beginnt, macht der dreifachen Mutter nichts aus, ganz im Gegenteil. „Durch die tolle Arbeitszeit kann ich nachmittags noch viel Zeit mit meinem jüngsten Sohn verbringen.“

Auf die Stellenanzeige als Straßenreinigerin stieß die gelernte Altenpflegerin im Oktober 2014 und reichte spontan ihre Bewerbung ein. „Ich hätte nie gedacht, dass ich die Stelle bekomme“, betont sie. „Und als die Zusage dann kam, habe ich drei Luftsprünge gemacht“, fügt sie lachend hinzu.

Dass Stefanie Schnellbächer die einzige Frau bei der Straßenreinigung ist, stört sie nicht. „Die Kollegen haben mich sehr gut aufgenommen und sind immer freundlich“, betont sie. Und auch Dieter Kloiber, Teamleiter der Stadtreinigung, findet nur lobende Worte. „Sie ist sehr zuverlässig, nimmt ihre Arbeit ernst und sieht vor allem, wo etwas zu tun ist.“ Mit ihrem Team ist Schnellbächer hauptsächlich in Nordstadt, Nordweststadt und Weststadt im Einsatz. Alle acht Wochen ist sie außerdem für den Wochenenddienst in der Innenstadt eingeteilt. Auf die Frage, welcher Abfall am häufigsten anfällt, hat sie schnell eine Antwort: „Vor allem Zigarettenkippen, Zigarettenschachteln und To-go-Produkte werden oft einfach so weggeworfen.“

Von manchen Menschen wünscht sich Stefanie Schnellbächer einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem eigenen Abfall. Denn die Sauberhaltung der Straßen ist nicht nur Aufgabe der Straßenreinigung sondern liegt auch in der Verantwortung jedes Einzelnen.

 
 

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