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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juli 2015

Gemeinderat: Entscheidung für Kongressstandort

DIE STADTHALLE wird generalsaniert um das Kongresszentrum bis 2019 zu einem zukunftsfähigen, modernen Tagungsort zu machen.  Foto Fränkle

DIE STADTHALLE wird generalsaniert um das Kongresszentrum bis 2019 zu einem zukunftsfähigen, modernen Tagungsort zu machen. Foto Fränkle

 

Stadthalle wird in einem Zug modernisiert / Bis zu 53 Millionen Euro sollen bis zum Herbst 2019 investiert werden

Die Stadthalle wird nicht schrittweise, sondern komplett innenarchitektonisch, technisch und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Dafür gab der Gemeinderat, bei lediglich vier Enthaltungen (Freie Wähler, AfD und Stefan Schmitt), am Dienstag grünes Licht. Baubeginn für das Großprojekt soll im Juli 2017 sein.

Planungen für eine Modernisierung der Stadthalle reichen bis ins Jahr 2006 zurück. Eine gestalterische Modernisierung des Foyers war bereits mit 7,85 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellt, wurde aber nicht realisiert, nachdem im Oktober 2013 eine Brandverhütungsschau Brandschutzmängel offenlegte, die schließlich zu Nutzungseinschränkungen führten.

Danach wurden 28 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2015/2016 bereitgestellt, um in einem ersten Bauabschnitt Brandschutz, Technik und Modernisierung in Angriff zu nehmen. In einem zweiten Bauabschnitt sollten erst zu einem späteren Zeitpunkt die Modernisierung der Säle und weitere technischen Maßnahmen folgen. Nach einem im Rahmen der Etatberatungen erteilten Prüfauftrag hatte die Verwaltung verschiedene Szenarien bis hin zu einem Neubau durchgespielt und vorgeschlagen, die Modernisierung der Stadthalle als Gesamtmaßnahme durchzuführen und die noch notwendigen Mittel im Doppelhaushalt 2017/2018 einzustellen.

Neben geringeren Kosten spräche dafür auch eine insgesamt kürzere Zeit, für die die Stadthalle nicht zur Verfügung steht. Bei einem Baubeginn im Juli 2017 stehe dann im Herbst 2019 ein zukunftsfähiger, moderner Tagungsstandort zur Verfügung.

Für die Modernisierung in einem Zug als klares Bekenntnis, Kongressstadt bleiben zu wollen, sprach sich Thorsten Ehlgötz (CDU) ebenso aus wie SPD-Fraktionschef Parsa Marvi, der eine "schlanke Sanierung" für nicht ausreichend ansah. Die Notwendigkeit der Sanierung bekräftigten Dr. Ute Leidig (GRÜNE), Uwe Lancier (KULT), Marc Bernhard (AfD) und Friedemann Kalmbach (GfK), mahnten aber einen strengen Blick auf die Kosten an. "Wir gehen mit, auch wenn wir uns die Entscheidung nicht einfach gemacht haben", sah Thomas H. Hock (FDP) die Investition ebenso als Wirtschaftsförderungsmaßnahme wie Niko Fostiropoulos (LINKE). „Zu großes Bauchweh" hielt dagegen Jürgen Wenzel (FW) von einer Zustimmung ab.

OB Mentrup und Bürgermeisterin Luczak-Schwarz machten deutlich, dass die vorliegenden Zahlen nur grobe Schätzungen seien, um den Grundsatzbeschluss fassen zu können. Im nächsten Schritt werden kostenkontrollierte Planungen für das Gesamtprojekt erarbeitet. -fis-

 
 

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