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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juli 2015

Landschaftspark Rhein: Karlsruhe zieht es an den Rhein

STIMMUNG: Beim Hoffest heizte nicht nur die Sonne ein. Musik für die Großen und Animation für die Kleinen sorgen für das Stimmungshoch bei den Besucherinnen und Besuchern. Foto: Fränkle

STIMMUNG: Beim Hoffest heizte nicht nur die Sonne ein. Musik für die Großen und Animation für die Kleinen sorgen für das Stimmungshoch bei den Besucherinnen und Besuchern. Foto: Fränkle

WIESENPARK: Auf eine extensive Beweidung angelegt sind die Flächen zwischen Hofgut Maxau und Knielinger See. Foto: Fränkle

WIESENPARK: Auf eine extensive Beweidung angelegt sind die Flächen zwischen Hofgut Maxau und Knielinger See. Foto: Fränkle

 

Attraktiver Erholungsraum/ Gaststätte im Hofgut Maxau seit Donnerstag im Normalbetrieb

„Vor den Toren der Stadt“ war gestern: Gefühlt ist Karlsruhe seit einigen Tagen ein ganzes Stück weit näher an den Rhein gerückt - „gezogen“ hat der Landschaftspark Rhein. Mit einem Hoffest präsentierte sich am Sonntag das Kernstück, das Hofgut Maxau.

„Mit der wieder in Betrieb genommenen Gastronomie und dem Knielinger Museum stellt es das Herzstück des Landschaftsparks Rhein als attraktives Ausflugsziel dar“, freute sich OB Dr. Frank Mentrup darüber, dass dieses wesentliche  Element der Bundesgartenschau-Bewerbung aus dem Jahre 2007 realisiert ist. Im Park selbst hat die Stadt Mehrgenerationenspielplatz, hochwertige Aufenthaltsbereiche oder auch Einsichtspunkte zum Knielinger See geschaffen. Die BUGA sah einen Grünzug durch die ganze Stadt vor - eine Idee, die auch nach dem BUGA-Aus weiter verfolgt werden sollte.  „Mit den Endpunkten des Grünzugs, Turmbergterrassen im Osten und Maxau im Westen haben wir zwei  wesentliche Attraktivitätspunkte für die Stadt geschaffen“, betonte der OB.


Das als Kulturdenkmal ausgewiesene badische Hofgut Maxau samt umliegenden Flächen bewirtschaften die beiden Pächter Andreas Schmid und Norbert Hochmut. Die Stadt brachte Bausubstanz und Technik des Anwesens aufwändig durch Umbau und Sanierung auf Vordermann. Zum Leben erwecken es nun die Pächter. Es gab Anlaufschwierigkeiten: Mentrup war hier ein Herzensanliegen, allen, die in diesem sehr komplexen Projekt mit diversen Behörden, städtischen Dienststellen und allein 25 Firmen zusammengearbeitet haben, zu danken - vor allem Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, die sich das Projekt zur persönlichen Sache gemacht habe. „Gemeinsam haben wir im Endeffekt Steine aus dem Weg geräumt“, lobte auch Hochmut Luczak-Schwarz für deren Einsatz.

Wagnis Existenzgründung

„Als Existenzgründer, die sich auf das Wagnis  Hofgut Maxau eingelassen haben, hoffen wir, Ihnen ein gutes Konzept zu bieten“, so Hochmut. Basis seien die Landwirtschaft und der Hofladen für regionale und saisonale Produkte, der noch im Werden ist. Und natürlich die Gastronomie. Ökologische, pädagogische, umweltrelevante und nicht zuletzt ökonomische Aspekte galt es, mit einem innovativen Gesamtpaket in den Landschaftspark einzubetten. Fester Bestandteil ist südlich des Hofguts Tierhaltung als extensive Ganzjahresbeweidung.

Die Rinder hatten es insbesondere den kleinen Gästen angetan, wie auch Clown Rinaldo oder die Seifenblasenwerkstatt. Die nördlichen Flächen werden weiterhin ackerbaulich genutzt und präsentieren Beispiele der traditionellen Feldbewirtschaftung. Seit gestern ist Normalbetrieb für die Gastronomie: donnerstags bis sonntags von 11 bis 21 Uhr, im Innenraum oder im Biergarten.

Als Geheimtipp kursierten unter den Festgästen am Sonntag die Dachfenster der Toiletten im ersten Obergeschoss: Der Ausblick auf den Rhein ist herrlich, legte man dem Bank-Nachbarn einen Besuch nahe. Nun, auch die Sitzpodeste auf dem Damm, der Panoramablick vom Aussichtspunkt an der Straßenbahnhaltestelle und weitere Aufenthalts- und Aussichtsbereiche zwischen Rheinhafen und Pionierhafen lassen Erholungssuchende den Rhein und das neue Erholungsgebiet  bei Knielingen spüren.

Wer den Landschaftspark mit städtischen Fachleuten erlaufen möchte, sollte sich den 4. August vormerken. Um 15 Uhr beginnt der zweistündige Rundgang am Yachthafen, nahe der Straßenbahnhaltestelle der S5. Anmeldung beim Gartenbauamt: gba@karlsruhe.de. -rie-

 
 

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