Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Juli 2015

Partnerschaften: Für ein friedliches Miteinander

ERÖFFNUNG der Deutsch-Russischen Städtepartnerkonfe-renz, unter anderem mit OB Marg-ret Mergen, Minister Peter Fried-rich, OB Dr. Frank Mentrup (Mitte) und Matthias Platzek (2.v.r) . Foto: Fränkle

ERÖFFNUNG der Deutsch-Russischen Städtepartnerkonfe-renz, unter anderem mit OB Marg-ret Mergen, Minister Peter Fried-rich, OB Dr. Frank Mentrup (Mitte) und Matthias Platzek (2.v.r) . Foto: Fränkle

 

Partnerkonferenz "Goldstaub" für Beziehungen der Menschen

Mit einer Rekordbeteiligung - 600 statt der üblichen 400 Teilnehmenden ging die dreitägige Deutsch-Russische Partnerkonferenz in der Stadthalle am 30. Juni zu Ende.

Allen gemeinsam war der Wunsch nach  Frieden  und  dem Ausbau der Jugendzusammenarbeit, denn hier spielten historische Belastungen keine Rolle.  Die  Vertretungen der 94 Partnerstädte sowie von Nichtregierungsorganisationen wollen ihre in Jahrzehnten aufgebauten, freundschaftlichen Beziehungen trotz der durch die Ukrainekrise verschlechterten politischen Großwetterlage auf jeden Fall bewahren und weiter auszubauen.

Das wird auch von Kanzlerin Angela Merkel ("Dialog ist in der gegenwärtigen harten Prüfung für unsere Beziehungen umso wichtiger. Die Konferenz macht die vielen Kontakte sichtbar") und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ("Diese Arbeit hier spielt eine wichtige Rolle") so gesehen. Beide hatten Grußworte geschickt und sollen nun eine Antwort mit den Wünschen der Teilnehmenden bekommen.

"Auf dem kommunalen Fundament können wir aufbauen, die Konferenz ist der Goldstaub, nur gemeinsam kommen Europa, Russland und Deutschland" voran, ist auch die Überzeugung von Matthias Platzek, dem Vorsitzenden des Deutsch-Russischen Forums, das die Zusammenkunft  alle zwei Jahre organisiert. Das nächste Mal ist Karlsruhes Partnerstadt Krasnodar Gastgeberin. "Die zwei Grußworte belegen, dass die Stärke der Kommunen gesehen und gepflegt wird", stellte OB Dr. Frank Mentrup fest. Es habe keinerlei kritische Diskussionen über Städtepartnerschaften gegeben, sondern diese "bringen, was sie sollen, es gibt keine Vorurteile gegen Russen, denn wir kennen sie aus Krasnodar als Menschen."

Das Bedürfnis nach einem vertrauensvollen Miteinander habe sich in der guten Konferenzatmosphäre und der hohen Zahl der Teilnehmenden gespiegelt. "Jetzt müssen konkrete Projekte und Partnerschaften zusammen gebracht werden", so der OB. Hier regten die Arbeitsgruppen an, weiter an der Visafreiheit zu arbeiten und bürokratische Hemmnisse wie das Zehn-Finger-Abdruck-System bei der Antragstellung  in einem der vier russischen Konsulate zu verhindern,   Sprachkenntnisse bei Jugendlichen  zu verbessern oder sich bei der energetischen Altbausanierung sowie im energieeffizienten Neubau  zu unterstützen. Für 2016 wurde ein Investitionsforum angeregt. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe