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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juli 2015

Evangelische Stadtmission: Soziales Klima wesentlich mitgeprägt

FESTAKT: Auf die Arbeit der Evangelischen Stadtmission blickten Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Rüdt, OB Dr. Frank Mentrup, Sozialministerin Katrin Altpeter und Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Michel (v.l.) Foto: Fränkle

FESTAKT: Auf die Arbeit der Evangelischen Stadtmission blickten Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Rüdt, OB Dr. Frank Mentrup, Sozialministerin Katrin Altpeter und Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Michel (v.l.) Foto: Fränkle

 

100-jähriges Bestehen gefeiert / OB: „Tatkräftiger und wichtiger Partner für die Stadt“ / Festakt mit Ministerin Altpeter

Den Blick auf ihr 100-jähriges Bestehen warf die Evangelische Stadtmission jetzt in dem ihr ureigenen Selbstverständnis. Kurze, prägnante und vor allem nach vorne gerichtet Reden bestimmten am Montag den Festakt zum Jubiläum.

„Suchet der Stadt Bestes und betet für die zum Herrn. Denn wenn ihr `s wohlergeht, dann geht `s auch Euch wohl“: Unter den 7. Vers aus dem 29. Psalm von Jeremia stellen die evangelischen Stadtmissionen weltweit ihr Handeln. In Karlsruhe beherzigte seit 1882 ein Kreis von Christen diese Losung. Aus der Fusion dieses evangelischen Vereins mit der Evangelischen Stadtmission entstand 1915 der Verein für Evangelische Stadtmission.

Und der präge bis heute „das soziale Klima unserer Stadt wesentlich mit“, dankte OB Dr. Frank Mentrup beim Festakt den Verantwortlichen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, der „weit über die Hilfe für Betroffene hinausgeht“. Die Stadtmission sei der Stadt in der Sozialplanung „ein ganz wichtiger Partner“ und zeige auch nach 100 Jahren eine äußerst vitale Grundeinstellung. Mentrup: „Für mich ein Jungbrunnen“.

Und der vital gebliebene und engagierte Verein bewältigt auf der Grundlage seines christlich orientierten Wertesystems eine Vielzahl an sozialen Aufgaben. Die Evangelische Stadtmission ist mit 363 Pflegeplätzen in sieben Seniorenheimen der auf diesem Gebiet größte Träger in der Fächerstadt, führt unterschiedliche Angebote für  1.200 Jugendliche mit psychischer Erkrankung, Menschen mit Behinderung und Senioren durch, engagiert sich in häuslicher und stationärer Krankenpflege. Das breit gefächerte Leistungsspektrum umfasst darüber hinaus Mehrgenerationenwohnen, Kindertagesstätten, Gruppen für Suchtkranke oder auch den Einsatz für alleinstehende und hilfsbedürftige ältere Menschen.

"Jung und tatkräftig"

Die Evangelische Stadtmission komme „jung und tatkräftig daher“, betonte Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter in ihrer Festrede. „Kontinuität und Flexibilität“ prägten die Arbeit des Vereins. Und „der enge Kontakt mit den pflegebedürftigen Menschen“. Die Stadtmission sei darüber hinaus „ein vorbildlicher Arbeitgeber“ und habe die Zeichen der Zeit erkannt. So habe die Stadtmission als einer der ersten Träger des Landes mit der Umsetzung der neuen Landesheimverordnung begonnen und engagiere sich beim Aufbau neuer trägerübergreifender Strukturen in der Altenpflege. „Sie stellen sich zukunftsorientiert den Herausforderungen des demografischen Wandels“, hob Altpeter auch die Mitwirkung „an einem Pflegezentrum für die TechnologieRegion“ hervor.

„Wir wollen füreinander da sein und den Menschen dienen“, stellte Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Michel sein Schlusswort ganz in den Geist der Losung. Und hatte dabei den Blick auch gleich nach vorne gerichtet. So wolle die Stadtmission zusammen mit der Stadt, so Michel, „bis 2030 die notwendigen weiteren 500 Pflegeplätze realisieren.“ -trö-

 
 

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