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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juli 2015

Gemeinderat: Kein Zeitspiel beim Stadionneubau

 

Stadt und Regionalverband sich über raumplanerische Veränderungen einig

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein stimmt den Planungen der Stadt für einen Stadionneubau im Wildpark und den für die Umsetzung notwenigen Maßnahmen zu. Im Regionalplan werden dazu die ausgewiesenen Siedlungsflächen und Grünzüge entsprechend angepasst.

Aus dem regionalen Grünzug herausgenommene Flächen, wie etwa der Parkplatz Birkenwäldchen, werden an anderer Stelle im künftigen Bebauungsplanbereich kompensiert. Die Grundlage dafür schafft ein raumordnerischer Vertrag der zwischen der Stadt und dem Regionalverband abgeschlossen wird.

Für den Abschluss sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich, bei 14 Ablehnungen, aus. Mehrheitlich abgewiesen wurde der von der KULT-Fraktion unterstütze Änderungsantrag der Grünen-Fraktion, die Festlegung zu streichen, wonach der Adenauerring auch künftig mit 2 mal 2 Spuren geführt. "Das beschreibt nur den Status quo und ist kein Bekenntnis für oder gegen, geschweige denn eine Festlegung für eine Nordtangente", empfahl OB Dr. Mentrup an dem "ausverhandelten Vertragskonzept" keine Änderungen vorzunehmen.

Für den Raumordnerischen Vertrag als "schlankest möglichen Weg" sprach sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch ebenso aus wie Michael Zeh (SPD) der "den Ball schnell vorwärts spielen" wollte und den die Grünen am liebsten die "Rote Karte wegen Zeitspiels" gezeigt hätte.

"Das Stadion ist auf dem Weg, sie werden es nicht verhindern", führte dagegen der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas H. Hock nicht nur in Richtung der Grünen-Fraktion aus. Mit Hinweis auf die finanzielle Situation der Stadt hatte der parteilose Stefan Schmitt die Frage in den Raum gestellt, ob das "überflüssige Stadion" überhaupt noch gebaut werden soll. -fis-

 
 

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