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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juli 2015

Gemeinderat: Nicht nur auf Abruf

 

Für Sperrmüll künftig ein Fix- und ein Bestelltermin

Schon vor zwei Jahren startete das Projekt "Sperrmüll auf Abruf". Mittlerweile werden damit in acht Stadtteilen rund 40 Prozent der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger erreicht. Als Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat hat das Amt für Abfallwirtschaft nun in einem umfangreichen Bericht die dabei gemachten Erfahrungen und die Vor- und Nachteile von verschiedenen Entsorgungsvarianten dargestellt.

Nach Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit und im Hauptausschuss beschloss der Gemeinderat einstimmig ab 2016 zwei Termine für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten: Einen festgelegten Abholtag über Straßensperrmüll sowie eine zusätzliche Möglichkeit für "Sperrmüll auf Abruf". Die Kosten für diese Mischlösung liegen jährlich bei rund 1,6 Millionen Euro. Für die reine Straßensammlung waren 1,9 Millionen Euro, für die ausschließlichen "Sperrmüll auf Abruf" 1,4 Millionen Euro errechnet worden.

"Einerseits sind die Straßen sauberer andererseits gibt es eine gewisse Bequemlichkeit, die Entsorger anzufordern", hat Jürgen Wenzel (FW) während der Projektlaufzeit in den beteiligten Stadtteilen beobachtet. "Es hat alles seine Vor- und Nachteile" stellte Dr. Thomas Müller (CDU) fest. Wegen der Resonanz aus der Bürgerschaft habe sich die CDU für die Mischlösung entschieden. "Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile", ist dies ein guter Kompromiss", stellte Dr. Raphael Fechler (SPD) fest. "Im Ergebnis kann jeder Einzelne entscheiden was für ihn besser ist", sprach sich ebenso Johannes Honné (Grüne) dafür aus, die Meinung der Bürger zu akzeptieren.

Mehr Service für die Bürger

"Es ist eine gute Serviceleistung" stellte Erik Wohlfeil (KULT) fest, wegen der Kosten müsse man das Ganze aber weiter im Blick behalten, da es nicht die günstigste Entsorgungsmöglichkeit sei. Zudem sollten bereits bestehende Tausch- und Schenkplattformen mehr beworben werden. "Die beiden Abholmöglichkeiten im Jahr sind ein gut begründeter Kompromiss", fand Tom Høyem (FDP). "Ebenso sah Marc Bernhard (AfD) darin die beste Lösung für die Bürgerinnen und Bürger. "Wir werden nicht bei dieser Lösung bleiben", "outete" sich Friedemann Kalmbach (GfK) als "Straßensperrmüllfan".

Als "sensationell" bezeichnete es OB Dr. Mentrup, dass noch so vielen Diskussionen, Abwägungen und Vorberatungen, der Gemeinderat schließlich einen einstimmigen Beschluss kam, jetzt "liegt es an den Bürgern was sie daraus machen". -fis-

 
 

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