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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juli 2015

Stadtentwicklung: Wohnen in Daxlanden Ost

Infoabend der Volkswohnung über Vorhaben auf FV-Gelände / Kritische Stimmen zu Dimensionen des Projekts

Die beiden Sportvereine DJK und FV Daxlanden sollen fusionieren und ein gemeinsames Gelände in der Fritschlach beziehen. Damit würde die Sportanlage des FV in Daxlanden Ost frei und könnte von der Volkswohnung mit einer neuen Wohnanlage bebaut werden.

Der Zusammenschluss der Vereine stagniert freilich im Moment, weil auf einem Teil des in Frage kommenden gemeinsamen Geländes eine schützenswerte Schnecken-Art gefunden wurde. Die Vereinbarung zwischen Stadt und Vereinen kann erst vollzogen werden, wenn eine Möglichkeit gefunden ist, den in jedem Fall benötigten dritten Fußballplatz unterzubringen.

Die Schnecken umzusiedeln wäre zu aufwändig. Dies berichtete Silke Hinken vom Schul- und Sportamt bei einer Veranstaltung am Montagabend, bei der die Volkswohnung über ihre Planungen auf dem dann frei werdenden Gelände des Fußballvereins nahe der Bundesstraße 36 informierte und dabei auch Anwohnern Gelegenheit zur Diskussion und zur Kritik bot.

Und Kritik gab es reichlich: "Wenn meine Eltern gewusst hätten, was ihnen da vor die Nase gesetzt werden sollte, hätten sie ihr Einfamilienhäuschen hier nie gebaut." So oder so ähnlich lauteten die Beschwerden der Diskutierenden, die vor allem auch große Verkehrsprobleme auf sich zukommen sahen.

Volkswohnungs-Geschäfts¬führer Reiner Kukliniski und Sigrun Hüger vom Stadtplanungsamt hatten allergrößte Mühe, immer wieder zu betonen, dass "wir erst am Anfang sind" und noch nichts soweit durchgeplant sei, dass demnächst mit dem Bau begonnen werden könne. Auch Prof. Markus Neppl, dessen Kölner Büro ASTOC bei einer Mehrfachbeauftragung für die ersten Planentwürfe als Sieger hervorgegangen ist, hatte Mühe, die Gemüter zu beruhigen.

Die Jury hatte er im Frühjahr von seinen Gedanken überzeugt, "geknickte" Häuser zu entwerfen. Die allerdings bis zu acht Stockwerke und über 400 Wohneinheiten für bis zu 1.000 Bewohner aufweisen. Diese Zahlen lassen die Alteingesessenen schlucken. Aber auch Neppl verwies darauf, dass nur erste Planentwürfe seien. -erg-

 
 

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