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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Energieversorgung: Ausschließlich Ökostrom bei Stadt

DAS HINWEISSCHILD zur Energieeinsparung präsentieren (v.l.) Roland Schwarz, Klaus Stapf und Ingeborg Kraus. Foto:  Fränkle

DAS HINWEISSCHILD zur Energieeinsparung präsentieren (v.l.) Roland Schwarz, Klaus Stapf und Ingeborg Kraus. Foto: Fränkle

 

Vorbild für private und öffentliche Nutzer / Umsetzung des Klimaschutzkonzepts

Die Stadt geht entsprechend ihrer "Vorbildrolle im klimaaktiven Karlsruhe mit gutem Beispiel voran", so Bürgermeister Klaus Stapf jüngst vor den Medien im Fichtegymnasium: Sie stellt gemäß ihres Klimaschutzkonzepts komplett auf Ökostrom um.

Das gilt für ihre eigenen 950 Gebäude und Liegenschaften, die Straßenbeleuchtung und ihren  größten Energieverbraucher, das Klärwerk. Eingespart werden so jährlich CO2-Emissionen von 23.500 Tonnen. Bei einem Stromverbrauch von 51 Millionen Kilowattstunden zahlt die Stadt dafür vom Gemeinderat genehmigte  1,2 Prozent oder 110.000 Euro (2016) mehr.

Der über die Stadtwerke eingekaufte Strom entspricht den strengen Kriterien des vom Freiburger Ökoinstitut getragenen ok-power-Gütesiegels. Es verlangt den Bau von Neuanlagen für regenerativen Strom, um konventionellen vom Markt zu verdrängen. Die Stadtwerke hoffen nun durch das städtische Vorbild, "auch bei anderen Kunden die Entscheidung für den Einsatz ökologischer Stromprodukte voran zu bringen", skizziert Vertriebsleiter Roland Schwarz Perspektiven.

Bisher versorgen die Stadtwerke knapp 6.800 Haushalte im Stadtgebiet, die Landeseinrichtungen sowie einzelne Unternehmen wie 1&1 oder L´Oréal mit Ökostrom. „Ganz besonders freut es mich, dass unser langjähriges Engagement im Fichte-Gymnasium - wir haben hier eine Solaranlage installiert, Trinkwasserspender aufgestellt und versorgen das Gebäude mit ökologischer Fernwärme - nun in idealer Weise durch den Ökostrombezug fortgeführt wird.“

Auf die umweltfreundliche Energieversorgung weist dort in der neuen Ganztagesbetreuung nun wie in anderen ausgewählten Gebäuden ein Schild auf die vor Ort erreichte CO2-Einsparung hin. Gesetzt wird dabei auf einen Mix von erneuerbaren Energien, CO2-Einsparungen, technische Energieeffizienz etwa durch LED-Beleuchtung, unterstützt durch regelmäßige Arbeitskreise von Schülerinnen und Schülern.

Das mache sich mit 7.906 Kilo CO2-Einsparung (1. Juli)  bemerkbar, ist Schulleiterin Ingeborg Kraus stolz. Mit ihrem Neubau unterschreitet die Schule den  gesetzlich verlangten Primärenergiebedarf um 30 Prozent. Darüber hinaus setzt Umweltdezernent Stapf künftig bei städtischen Gebäuden auf weitere Energieeinsparungen, etwa durch Intensivierung des Energiecontrollings, Effizienzsteigerungen bei der Anlagentechnik oder präventiven sommerlichen Wärmeschutz. -cal-

 
 

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