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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Festivalsommer: Schokoladentrank und Fechtkunst

HOHE SCHULE DES DEGENFECHTENS: Der 10-jährige Lasse war mit Feuereifer beim Historischen Stadtgeburtstag dabei. Foto: Knopf

HOHE SCHULE DES DEGENFECHTENS: Der 10-jährige Lasse war mit Feuereifer beim Historischen Stadtgeburtstag dabei. Foto: Knopf

 

Barockes Spektakel für den Nachwuchs rund um den Pavillon

Beim historischen Kindergeburtstag am vergangenen Samstag strahlte die Sonne mit den Kindergesichtern geradezu um die Wette. Denn der Festivalsommer bot dem Nachwuchs rund um den Pavillon im Schlossgarten jede Menge.

Die Kinder hatten fast schon die Qual der Wahl. Ob dem Märchenerzähler lauschen, einen Kurs in Kalligraphie (Schönschrift in historischen Lettern) belegen, sich dem Workshop Fächer basteln anschließen oder doch der historischen Modenschau mit opulenten barocken Kleidern beiwohnen? „Ich denke, wir haben ein vielfältiges Programm, da ist für jeden etwas dabei. Die Resonanz ist wirklich sehr gut. Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder bei diesem historischem Kindergeburtstag mit Bezug zum Barock entfalten können“, sagte Christine Böhm, Projektleiterin Pavillon KA300.

Ganz besonders begehrt war der Stand der Chocolatiers aus Köln. Dort konnte man Schokolade aus Frankreich und Spanien des 17. Jahrhunderts probieren. Das Getränk von der iberischen Halbinsel hatte im übrigen eine interessante Chili-Note im Abgang. „Im 17. Jahrhundert wurde Schokolade nicht als Genussmittel gesehen wie wir es heute kennen. Es galt als Aphrodisiakum. Jungen Frauen wurde tunlichst davon abgeraten“, wusste die Dame der Gruppe „La Salonière“ aus dem Rheinland in dem historischen Kostüm zu berichten.

Richtig Lust auf die Kunst des Degenfechtens hatte derweil der 10-jährige Lasse. „Das macht echt Spaß. Ich habe schon viel gelernt, beispielsweise wie ich einen Hieb richtig abwehre“, sagte der junge Besucher, während andernorts die „zahlreiche Kundschaft“ gebannt Märchenerzählern („die Legende von Carolsruhe“) und Gauklern lauschte oder einen Privilegienbrief in historischer Schrift erhielt. -voko-

 
 

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