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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Fortschreibung Lärmaktionsplan: Leiser ist das Ziel

 

Stadt arbeitet an neuen Maßnahmen / Langer Atem nötig

"Leiser ist unser Ziel" unter diesem Motto arbeitet die Stadt an der Fortschreibung des Lärmaktionsplans. Über die aktuelle Situation und mögliche Maßnahmen informierte Bürgermeister Klaus Stapf kürzlich die Medien.

Eingehen in den neuen Aktionsplan werden nach Machbarkeitsprüfungen auch Anregungen aus drei Bürgerveranstaltungen. Weitere nimmt das Umweltamt noch bis 31. Juli unter der E-Mail: laermaktionsplan@ua.karlsruhe.de entgegen. Über das neue Maßnahmenpaket wird dann der Gemeinderat entscheiden.

Stapf stellte klar, dass die "Stadt nach sachlichen Kriterien sucht". Das sei am besten bei Verkehrslärm (Straße/Schiene) zu realisieren. Klagen über Nachbarschaftslärm würden entsprechend der Lärmschutzsatzung punktuell und sofort bearbeitet. Beschwerden über Baustellen verfolge die KASIG.

Würden die Vorschriften eingehalten, sei hier meist wenig zu machen. Die Stadt wäge stets zwischen gesundheitsförderndem Lärmschutz und notwendigem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ab, wobei Lärmschutz schwieriger zu realisieren sei, wenn er in bestehende Strukturen eingreife. Auf Vorschlag der Stadt  ist der Pegel für verbesserungswürdige Situationen bereits von 60 auf 55 Dezibel gesenkt worden. Ziel sei aber, ihn noch weiter auf 45 Dezibel zu senken.

Dann ist laut Wissenschaft die Nachtruhe nicht stark gestört. Als Verkehrsknotenpunkt ist Karlsruhe keine leise Stadt. Er strebe aber eine deutlich leisere an, so Stapf. "Dafür ist ein sehr langfristiges Engagement notwendig".  Eingestellt sind im Haushalt sechs Millionen Euro. Aktuell gibt es 65 Bereiche, davon 15 "Hotspots" und 50 verbesserungswürdige Situationen.

Maßnahmen sind etwa Lärmschutzwälle, Straßenrückbau, lärmarme, beispielsweise auf den Autobahnen gewünschte Fahrbahnbelege, Verkehrsregelungen wie Durchfahrtsverbote für LKW´s, Limits wie Tempo 30 oder Kreisverkehre, um Anfahrtslärm zu reduzieren. Eine Reduzierung von zehn Dezibel empfänden die Menschen bereits als Halbierung des Lärms.
Überlegt wird unter anderem auf der Autobahn bei Ettlingen auf kommunale Kosten lärmmindernden Belag einzubauen, wie es im Sommer 2014 bereits auf der Südtangente geschehen ist. Gleiches gilt für die Eckener Straße. Verbesserungen erhofft man sich künftig von offenporigem Asphalt, den das KIT gerade erforscht. Und an der L605 bei Bulach könnte die Lärmschutzwand verlängert werden.

Alle Maßnahmen sind im Internet unter www.karlsruhe.de/b3/natur und umwelt/umweltschutz/laerm/laermaktionsplan/planung.de aufgelistet. -cal-

 
 

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