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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Kultur: Alles unter einem neuen Dach

HIER GEHT'S REIN: Eine große Freitreppe schafft neue Bezüge zwischen Drinnen und Draußen. V. l.: Peter Spuhler, OB Mentrup, Kunstministerin Theresia Bauer und Staatssekretär Peter Hofelich. Foto: Fränkle

HIER GEHT'S REIN: Eine große Freitreppe schafft neue Bezüge zwischen Drinnen und Draußen. V. l.: Peter Spuhler, OB Mentrup, Kunstministerin Theresia Bauer und Staatssekretär Peter Hofelich. Foto: Fränkle

 

Büro Delugan Meissl mit Sanierung und Erweiterung des Staatstheaters beauftragt

Einladend, offen und leicht wird das neue Badische Staatstheater - mit einer großen Freitreppe, etwas goldenem Glanz und einem zeltartigen Dach, das alle Gebäudeteile unter sich vereint.

Auch mehr Ein- und Ausblicke werden möglich sein, sodass Theater und Stadt in einen Dialog treten können. Nach fast 40-jähriger Nutzung soll das Badische Staatstheater umfangreich saniert und erweitert werden. Nach Plänen der Architekten Delugan Meissl aus Wien in Partnerschaft mit dem Karlsruher Büro Wenzel+Wenzel. Die einstimmige Entscheidung der Jury gaben Kunstministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Generalintendant Peter Spuhler vergangenen Freitag in Karlsruhe bekannt.

In einem ersten Bauabschnitt soll ab 2019 der Neubau eines Schauspielhauses mit integriertem Jungen Staatstheater umgesetzt werden, dann folgen neue musikalische Probenräume und Werkstätten und als letzter Schritt die Sanierung des Bestandsgebäudes. Insgesamt ein Plus von rund 10.000 Quadratmetern.

Bereits Ende 2017 steht die Sanierung der Tiefgarage samt Verlegung ihres Eingangs an. Das Kostenvolumen für alle Bauabschnitte beläuft sich auf 125 Millionen Euro. Bauherr ist das Finanzmi¬nisterium, Stadt und Land teilen sich die Kosten hälftig. "Für mich ist es ein großer Glückstag", freut sich Peter Spuhler, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun angemessene Arbeitsplatzbedingungen bekommen. Außerdem sei das bisherige Gebäude nicht ideal gewesen im Hinblick auf Barrierefreiheit.

Experten im Theaterbau

Auch für Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup ist die "Funktionalität des Theaters" und darüber hinaus die städtebauliche Einbindung wichtig. "Der Vorschlag von Delugan Meissl lag in allen Bereichen vorne", blickte das Stadtoberhaupt auf die Überarbeitungsrunde zurück, die sich an den Planungswettbewerb 2014 angeschlossen hatte. Aus dem Wettbewerb waren Ende vergangenen Jahres drei Preisträger hervorgegangen, die alle mit einer Überarbeitung ihrer Entwürfe beauftragt worden waren.

Das Büro Delugan Meissl, das sich nun durchgesetzt hat, charakterisiert Peter Spuhler als "weltweit renommierte Architekten, die Experten im Theaterbau sind". Und Theresia Bauer bestätigt: "Die Entscheidung steht Stadt und Land gut an, denn wir brauchen diese Orte, um Kraft zu schöpfen." Gleichzeitig versicherte die Ministerin, "mit großer Ehrlichkeit an das Vorhaben heranzugehen" und "für ein größtmögliches Maß an Transparenz" zu sorgen.

Auch Oberbürgermeister Dr. Mentrup verspricht im Hinblick auf die Baukosten ein "enges Monitoring durch die Stadt". Der Karlsruher Gemeinderat hatte der Generalsanierung und Erweiterung des Staatstheaters Anfang 2014 zugestimmt. Weitere Informationen zum Neuen Staatstheater gibt es im Internet unter sanierung.staatstheater.karlsruhe.de -res-

 
 

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