Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Soziales: Nach ESF-Strategie 2016

 

Konzepte für Langzeitarbeitslose und Schulverweigerer

Die Arbeitsmarktentwicklung in Karlsruhe bleibt weitgehend positiv stabil. Umso mehr widmet sich der städtische Arbeitskreis für den Europäischen Sozialfonds (ESF) und Gesamtkonzept Arbeit vor allem Langzeitarbeitsloser und junger Menschen mit Problemen im Übergang zum Beruf.

Das betonten Bürgermeister Martin Lenz als Vorsitzender und Peter Dressler als Geschäftsführender des Gremiums zur regionalen Arbeitsmarktstrategie 2016 mit entsprechenden Bedingungen und Zielen. Nun sind die zur Präsentation im Haus Solms zahlreich erschienenen Träger bewährt aufgerufen, Konzepte zur Strategie einzureichen - per Antrag bis 30. September (www.esf-bw.de). Am 22. Oktober tritt der Kreis für ein Ranking zusammen.

Dressler zeigte auf, dass vor allem Menschen in (mehr als vierjähriger) Langzeitarbeitslosigkeit, darunter viele Frauen, sowie arbeitslose Angehörige der Altersgruppe 55 plus, Migranten, Alleinerziehende, gering Qualifizierte und (potenziell) Wohnungslose konkreter Hilfe bedürfen. Gleiches gilt etwa für Schulabbrecher, deren Zahl und Profil sich nur schätzen lasse. Projektbezogen bestehe hier Nachholbedarf, zumal die landesweite Vorgabe dem Integrationsziel 60 und dem Bildungsziel immerhin 40 Prozent der Mittel zuordne.

Die aufwendige Arbeit des Gremiums und der Träger zeige in jedem Fall, so Lenz, „wie ernsthaft die Politik der Armutsbekämpfung in Karlsruhe betrieben wird“: Diese Schwerpunktsetzung sei im Bundesvergleich außergewöhnlich, vor allem aber gesellschaftlich essenziell. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe