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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Familienfreundlichkeit zählt

SPD-Stadträtin Irene Moser

SPD-Stadträtin Irene Moser

 

In meiner Arbeit als Stadträtin ist es mir wichtig, für ein familien- und bürgerfreundliches Karlsruhe einzutreten. In den letzten Monaten konnten wir auf diesem Weg einige wichtige Erfolge verbuchen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde zum Beispiel beschlossen, dass die vom Kita-Streik betroffenen Familien mit Kindern an städtischen Kindertagesstätten für den Streik entschädigt werden.  Die SPD-Fraktion hatte dazu einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht.

Für viele Familien in Karlsruhe war der Streik an den Kitas sehr belastend. Viele berufstätige Eltern mussten schließlich während des Streiks ihren Jahresurlaub nehmen, um die Betreuung ihrer Kinder sicherzustellen. Gleichwohl wurden trotzdem die Kita-Gebühren fällig. Kein Mensch kann aber nachvollziehen, dass die Stadt Gebühren einnimmt, obwohl wegen des Streiks keine Leistung erbracht wurde.

Die Stadtverwaltung hat deshalb unseren Vorstoß für eine Entschädigung positiv aufgenommen. Nach dem offiziellen Ende des Tarifkonflikts sollen die Eltern entschädigt werden: pauschal, schnell, unbürokratisch. Dies ist eine gute Entscheidung für viele betroffene Familien in Karlsruhe. Für den städtischen Haushalt entstehen dadurch auch keine Mehrkosten. Denn während des Streiks erhalten die Erzieherinnen und Erzieher statt ihres Arbeitslohns Streikgeld von ihrer Gewerkschaft. Die eingesparten Lohnkosten kann die Stadt jetzt guten Gewissens für die Entschädigung der Eltern verwenden.

Eltern sollen nicht die Leidtragenden sein

Mit dem Antrag auf Entschädigung der Eltern wollte die SPD-Fraktion sicherstellen, dass die Familien nicht die Leidtragenden des aktuellen Tarifkonflikts sind. Selbstverständlich sind die Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher nach einer Aufwertung ihres Berufs und besserer Bezahlung gerechtfertigt. Die Erzieherinnen und Erzieher leisten Tag für Tag eine wichtige und gute Arbeit, die besser entlohnt werden muss. Seit Jahren hat auch die Stadt Karlsruhe Probleme, überhaupt genügend Erzieherinnen und Erzieher zu finden, um den Ausbau der  Kita-Plätze vorantreiben zu können.

Nur eine Aufwertung dieses Berufs wird auf Dauer helfen, genügend Fachkräfte in diesem wichtigen Bereich zu finden. Vor diesem Hintergrund sind die Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher mehr als berechtigt. Noch ist der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Ver.di und den kommunalen Arbeitgebern nicht beigelegt. Wichtig ist, dass die Stadtverwaltung die Zeit bis zu einem Tarifabschluss nutzt und alles für eine schnelle Entschädigung der betroffenen Eltern vorbereitet. Mit dem Beschluss zur Entschädigung der Eltern für die Belastungen während des Streiks haben Oberbürgermeister und Gemeinderat schon jetzt ein Signal für ein familienfreundliches Karlsruhe gesetzt.

Irene Moser
SPD-Stadträtin

 
 

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