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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Umwelt: Wald in Ruhe lassen

BLAUE WELLE ALS GRENZE: BM Stapf (2.v.r.) sprühte. Förster Hartig, OV Eßrich und Forstchef Kienzler (v.l.) beobachteten. Foto: Fränkle

BLAUE WELLE ALS GRENZE: BM Stapf (2.v.r.) sprühte. Förster Hartig, OV Eßrich und Forstchef Kienzler (v.l.) beobachteten. Foto: Fränkle

 

Erstes von rund 15 Waldrefugien offiziell übergeben

Bürgermeister Klaus Stapf, Forstamtsleiter Ulrich Kienzler, Ortsvorsteherin Karin Eßrich und Revierförster Jürgen Hartig haben vorigen Freitag nahe des Grötzinger Baggersees das erste Karlsruher Waldrefugium offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Schon seit etwa 2009 schauen die Karlsruher Förster intensiv und geplant, welche Bäume, Baumgruppen und ganze Waldstücke dafür geeignet sind, in Ruhe gelassen zu werden. Zunächst haben sie so genannte Habitatbäume ermittelt und kartiert. Es folgten ganze Habitatgruppen mit bis zu etwa 15 Bäumen. Und jetzt erweitern sie die Dimensionen.

Rund zehn Prozent des Karlsruher Stadtwaldes sollen in größeren Flächen wie Bann- oder Urwälder sich selbst überlassen werden. Die Förster pflegen dort nicht und ernten auch kein Holz. Diese Waldrefugien sind zwischen einem und mindestens drei Hektar groß und liegen zumeist etwas abseits von Wander- und Spazierwegen mitten in den Karlsruher Wäldern. So rund zehn bis 15 Waldrefugien will das städtische Forstamt bis in zwei Jahren ausweisen. Denn im Jahr 2017 steht die nächste "Forsteinrichtung" an, das ist die mittelfristige Planung der Forstleute, was mit welchen Waldabschnitten wie geschehen soll. Dazu bedarf es dann auch der Zustimmung der Gremien bis hin zum Gemeinderat.

Dass jetzt Waldrefugien ausgewiesen werden, ist Teil des Alt- und Totholzkonzepts, das die Stadt zur Erhaltung der Ökologie verfolgt. Dies dient in allen Naturräumen der Stadt der Artenvielfalt. Bei der Erläuterung verwies Bürgermeister Stapf etwa auf die wachsende Zahl von Spechten, die tote Bäume benötigten. Spricht's - und sprüht eine blaue Welle über eine Eiche als einer der Eck- und Grenzbäume des ersten Waldrefugiums. -erg-

 
 

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