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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Juli 2015

Zoologischer Stadtgarten: Der Markgraf gab sich die Ehre

KARL WILHELM MAL ZWEI:  Der Markgraf schreitet zum Besuch seines Namensvettern. Dieser aber hielt sich lieber bei seiner schützenden Mutter auf. Foto: Fränkle

KARL WILHELM MAL ZWEI: Der Markgraf schreitet zum Besuch seines Namensvettern. Dieser aber hielt sich lieber bei seiner schützenden Mutter auf. Foto: Fränkle

 

Flusspferd Karl Wilhelm bekam Besuch vom Namensvetter

Hoher Besuch kündigte sich vergangenen Samstag im Zoologischen Stadtgarten an. Niemand Geringeres als der Stadtgründer, Markgraf Karl Wilhelm persönlich, gab sich die Ehre.

Grund für diese royale Stippvisite war sein Namensvetter. Das kleine Flusspferd, das am 17. Juni zur Welt kam, also exakt am Tag des 300. Stadtgeburtstages, trägt den Namen des Gründers. „Wegen des geschichtsträchtigen Datums sind wir von der üblichen Namensgebung abgewichen“, verrät Dr. Clemens Becker, stellvertretender Direktor des Zoologischen Stadtgartens. Normalerweise beginnen alle Namen von Neugeburten in diesem Jahr mit einem D.

Die Untertanen des Markgrafen warteten begierig auf die Ankunft seiner Hoheit am Flusspferdgehege und begrüßten ihn mit „Vivat“-Rufen. Selbst die Tierwelt entsandte einen prächtigen Pfau, um ihre Aufwartung zu machen, als der Markgraf zum Gehege schritt.

„Da muss ich aber noch ein bisschen drauflegen“ scherzte seine Durchlaucht beim Anblick des kleinen Hippos, das bereits bei der Geburt 50 Kilogramm auf die Waage brachte. Die Flusspferdmutter Kathy war sich der Bedeutung des Besuchs aber nicht bewusst und auch der Menschenauflauf war ihr nicht geheuer. Sie stellte sich die ganze Zeit schützend vor ihren Karl Wilhelm. Selbst Banane, Ananas und Salat, die der Blaublüter darbrachte, konnten sie nicht aus der Reserve locken. Davon ließ sich der Markgraf aber nicht die Stimmung verderben und forderte eine Besucherin zum Tanz auf.

Der Markgraf Karl Wilhelm wurde gespielt von Thorsten Mai, Regisseur des Stückes „Karls Tram“, das vom Besuch des Markgrafen zum Stadtgeburtstag handelt. Im September soll es eine Fortsetzung mit dem Titel „Karls Tram 2. Teil - Der Abschied“ geben. -jäm-

 
 

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