Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juli 2015

Europahalle: Wo künftig Großveranstaltungen?

WAS WIRD AUS DER EUROPAHALLE? Der Gemeinderat soll Ende des Jahres darüber entscheiden, wie und wo künftig Großveranstaltungen in Karlsruhe durchgeführt werden können. Foto Fränkle

WAS WIRD AUS DER EUROPAHALLE? Der Gemeinderat soll Ende des Jahres darüber entscheiden, wie und wo künftig Großveranstaltungen in Karlsruhe durchgeführt werden können. Foto Fränkle

 

Sanierung kostet 27 Millionen / Gemeinderat entscheidet Ende des Jahres

Die Europahalle kann brandschutztechnisch saniert werden. Um weiterhin Veranstaltungen im Bereich Sport, aber auch Konzerte, mit maximal 6.500 Zuschauern, bieten zu können, wäre dafür ein Kostenaufwand von rund 27 Millionen Euro notwendig.

Darin eingeschlossen sind Kosten für Modernisierungen, die bei der etwa 30 Jahre alten Halle ohnehin angefallen wären. Sie liegen bei 5,2 Millionen Euro. Veranstaltungen mit bis zu 9.000 Gästen, wie sie bis zur Schließung vor etwa einem Jahr möglich waren, wird es in der Europahalle allerdings nicht mehr geben. Aber Großsportveranstaltungen, etwa im Bereich der Leichathletik, könnten dann wieder in der Europahalle angeboten werden. Über diesen Zwischenstand der bisherigen Erhebungen von Gutachtern berichteten vorigen Freitag die Bürgermeister Michael Obert und Gabriela Luczak-Schwarz den Medien.

Der Bau einer neuen Halle wäre ungleich teurer und würde nach momentanen Schätzungen zwischen 70 und 80 Millionen Euro kosten. Sollte die Europahalle so hergerichtet werden, dass die augenblickliche, geduldete Nutzung für den Schulsport und das Leichathletiktraining weiterhin möglich wäre, müssten einschließlich Modernisierungen Kosten von rund 9,1 Millionen Euro aufgewendet werden.

Stattdessen große Sport- und andere Veranstaltung endgültig in die Messe zu verlegen, ist für Luczak-Schwarz aber keine Alternative. Die Hallen dort wären dann zu lange für ihren eigentlichen Bestimmungszweck nicht nutzbar.

Derzeit führt die Karlsruher Sportstätten-Betriebs-GmbH (KSBG) eine vertiefte Prüfung durch, wie und wo diese Veranstaltungen stattfinden können. Dabei soll auch berücksichtigt werden, wie und wo die Veranstalter Zusatzeinnahmen durch Gastronomie erwirtschaften können. In der (alten) Europahalle standen die Verkaufsstände teilweise so, dass Flucht im Brandfalle erschwert war.

Nach einem derzeit entstehenden umfangreichen Nutzungskonzept soll der Gemeinderat bis Ende des Jahres über das weitere Vorgehen entscheiden und dabei auch die Frage beantworten, ob es in Karlsruhe auch künftig größere Sport- und Konzertveranstaltungen gibt. Mittel würden dann in den Doppelhaushalt 2017/18 eingestellt. Im Blick auf die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Karlsruhe machte Luczak-Schwarz allerdings deutlich, dass nicht alle Großprojekte geschultert werden könnten. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe