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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juli 2015

Planungsausschuss: Farbkonzept Kaiserstraße

Mit Belägen und Platzgestaltung befasst

Zur Kenntnis nahm der Planungsausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert vor kurzem, was sich seit der letzten Beratung Ende 2014 beim Konzept zur Neugestaltung der Kaiserstraße und Karl-Friedrich-Straße getan hat.

Dieses Mal ging es vor allem um die Platzgestaltung. Das Büro Mettler Landschaftsarchitektur schlägt beim Boden für die Kaiserstraße nun drei großformatige Plattenformate vor, das Zierband soll aus sieben kleineren Steintypen bestehen. Das gilt auch für den Marktplatz. Hier soll jedoch zusätzlich ein größeres Format locker in den Belag eingefügt werden.

Für die Kaiserstraße empfiehlt das Farbkonzept eines Fachbüros für die Fläche sowie das Zierband warme gelb-graue Töne, wie dies schon der Wettbewerbsentwurf vorsieht. Um die Farbnuancen insbesondere der Denkmäler sowie der umgebenden steinernen Gebäude aufzugreifen, sollten zudem Rottöne einbezogen werden.

Das Tiefbauamt will zunächst weitere Erkenntnisse gewinnen, ehe voraussichtlich Ende des Jahres die Musterfläche in der Kreuzstraße mit den Belägen bestückt wird. Die Umrisse der Konkordienkirche sollen auf dem Marktplatz durch rauere Oberfläche des Bodenbelags dargestellt werden. Eine darüber hinausgehende stärkere Betonung der asymmetrisch zur Pyramide und zum Platz liegenden Kirchenüberreste würde den gestalterischen Gesamteindruck stören.

Ins technische Detail gehen derzeit Planungsbüro, Fachdienststellen und Verkehrsbetriebe auf dem Europaplatz. Auch barrierefreie Planung ist ein Aspekt - erste Vorschläge für taktile Systeme liegen vom Büro Mettler vor. Beim außerhalb der Fußgängerzone liegenden Berliner Platz sind kleinere Pflastersteine vorgesehen. Das Konzept sieht eine lockere Baumstellung vor; Bänke, ein Trinkbrunnen und die Beleuchtung nehmen das Gestaltungsprinzip auf, ohne die Wegeverbindung zum KIT-Gelände zu stören. Die Verwaltung bestätigte, dass dem Wunsch nach Tischen vor der Gastronomie nachgegangen wird.

Am Durlacher Tor schärft die aktuelle Planung das Wettbewerbskonzept. Die Vorplanung sieht eine ebenerdige Anbindung des Platzes an die Oststadt vor mit Platz für Fußgänger und Radfahrer. Sie schafft so einen barrierefreien Auftakt in die Oststadt. Der Platz bekommt wieder einen Brunnen, der Bodenbelag wird einheitlich gestaltet, Fußgänger- und Radwegeverbindungen werden davon abgesetzt. Der Öffentlichkeit wird der Sachstand am 13. August um 14 Uhr im Stadtgeburtstagspavillon vorgestellt. Zum gleichen Thema findet am 3. Dezember ein Stadtbauforum statt. -rie-

 
 

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