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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Festivalsommer: Ein kleines Sommermärchen

NOISE3 von Rüstungsschmiede.de neu bei den Schlosslichtspielen. Foto: KA300

NOISE3 von Rüstungsschmiede.de neu bei den Schlosslichtspielen. Foto: KA300

SPACE DESIGN sammelt Ulrich Strecker, zu sehen in den Museen des Volkes in Bauwagen 1 auf dem Friedrichsplatz. Foto: KA300

SPACE DESIGN sammelt Ulrich Strecker, zu sehen in den Museen des Volkes in Bauwagen 1 auf dem Friedrichsplatz. Foto: KA300

 

Nach sechs Wochen Stadtgeburtstag 550.000 Feiernde / Schlosslichtspiele sahen über 200.000 Menschen / Museen des Volkes ab 7. August

"300 Jahre Karlsruhe, das ist wirklich ein Fest der Bürgerinnen und Bürger, freut sich Festivalchef Martin Wacker. 550.000 Menschen waren schon da, "die Million werden wir reißen", ist er sicher.

Diese begeisternde Stimmung à la "Ihr feiert hier ein kleines Sommermärchen, hat es in Karlsruhe noch nie gegeben", schob  Wacker bei der Halbzeitbilanz für die Medien nach. Das belegt auch die Statistik. Schon vor dem Start befragte das Amt für Stadtentwicklung im April und Mai 2000 Karlsruherinnen und Karlsruher. Für 96,2 Prozent war der Stadtgeburtstag ein Thema, 15,6 fühlten sich davon innerlich stark berührt. Über  82 Prozent der Menschen sahen sich als Zuschauer, 10,4 unabhängig vom Alter als Aktive.

Auch überregional wird das KA300-Fest wahr genommen. Laut Tourismus-Geschäftsführer Klaus Hoffmann ist es "gelungen, Karlsruhe im nahen Umland und darüber hinaus als starkes kulturelles Zentrum  zu positionieren". So haben sich über 51.000 Menschen in der Tourist-Information und im KA300-Laden schlau gemacht, im Büro liefen rund 31.500 Anfragen ein und 33.000 Prospekte gingen weg.

Die Resonanz auf Stadtrundgänge und -fahrten ist mit über 25.000 Interessierten groß - 5000 mehr als sonst.  Der Renner sind mit geschätzten 200.000 Begeisterten die Schlosslichtspiele, allen voran die große Eröffnungsshow mit 40.000-köpfigem Publikum.

Von der gibt es jetzt zum Selbstkostenpreis von 4, 50 Euro die  DVD in den KA300-Shops und BNN-Geschäftsstellen. Ähnliche Besucherzahlen erreichte auch der Tribut an Carl Benz. Außerdem füllt sich der Schlossgarten regelmäßig, wenn etwas auf der Außenbühne des Pavillons läuft, so mit 8.000 Fans bei der Drum Night.

Mit der Kamuna und den Keramiktagen stehen dieses Wochenende weitere Publikumsmagneten an (siehe Seite 5).  Lust machten Wacker und Co. außerdem auf das Landesjazzfestival  vom 4. bis 6. September und die "Museen des Volkes". Vom 7. August bis 9. September  zeigen leidenschaftliche Karlsruher Sammlerinnen und Sammler auf dem Friedrichsplatz in sechs Bauwagen, was sie in der jüngsten Stadtgeschichte mit viel Herzblut zusammen getragen haben und noch werden.

Die kuriosen Objekte sieht Kurator Wolfgang Knapp als "Mosaik, als Gesamtkunstwerk auf kleinstem Raum".  Dieses Museum soll künftig an das heutige Leben erinnern. So wie die Karlsruher Musikgeschichte von Martin Christoph,  Marionetten und Stabpuppen von Brigitte Breunig, Flaschenverschlüsse aus Müllhalden, gesammelt von Franz Wermter oder Karl-May-Utensilien von Hans-Jürgen Vogt. Donald Duck Figuren steuerte Martin Wacker bei und Floating-Kugelschreiber Gudrun Springer. Nippes lieferte Günter Widman.  -cal-

 
 

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