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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Gemeinderat: Einhellig "ja" zu Abfallwirtschaft

EINHELLIGE ZUSTIMMUNG fand die Arbeit des Amtes für Abfallwirtschaft bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

EINHELLIGE ZUSTIMMUNG fand die Arbeit des Amtes für Abfallwirtschaft bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

 

Das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) hat dem Gemeinderat ein Abfallwirtschaftskonzept vorgelegt und damit eine Vorgabe des Landesabfallgesetzes erfüllt. Nach kurzer Diskussion verabschiedete es das Gremium einstimmig.

Beratungsbedarf sah insbesondere der FDP-Fraktionsvorsitzende Tom Høyem, etwa in Sachen Privatisierung oder beim von ihm so gesehenen "Fiasko" der Papiertonne. Aber das gehe ja heute nicht, da der Bericht den Stand Ende letzten Jahres abbilde, als die Papiertonnen noch nicht eingeführt waren.

Alle anderen Redner bedankten sich beim AfA für den fundierten Bericht.
Auch ein Ergänzungsantrag der KULT-Fraktion mit dem Ansinnen, weitere Verbindungsmöglichkeiten des AfA-Tausch- und Verschenkmarktes mit ähnlichen Netzwerken sowie analog zu früheren "Sperrmüllbörsen" eine "Nicht-Online-Tauschbörse" zu prüfen, fand einhellig Zustimmung.

Der Bericht listet auf nahezu 70 Seiten die Arbeit der städtischen Abfallwirtschaft auf und entwickelt Prognosen für die Entwicklung der Abfallmengen bis ins Jahr 2025. Dabei berücksichtigt er etwa die Aufgaben der Abfallwirtschaft wie deren Ziel, Abfälle zu vermeiden und zu verwerten. Das AfA muss Angaben zur voraussichtlichen Laufzeit der Abfallentsorgungsanlagen machen oder die Kooperation mit anderen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern darstellen.

Das Konzept zeigt etwa auf, dass sich das Aufkommen an Bioabfällen zwischen 2000 und 2013 nahezu verdoppelt hat. Ebenso sind die Wertstoffmengen, die über die Wertstofftonnen und die Wertstoffstationen erfasst werden, stark angestiegen.

Für "sehr ambitioniert" hält Grünen-Stadtrat Johannes Honné das Ziel, die Menge an Restmüll bis 2025 um ein Viertel zu senken. Dazu brauche es verstärkte Öffentlichkeitsarbeit wie etwa bei "Das Fest", wo das AfA mit einem eigenen Infostand vertreten war.

CDU-Stadtrat Sven Maier dankte für die Arbeit, die sich das AfA mit dem Konzept gemacht habe und signalisierte die Zustimmung seiner Fraktion. Auch Dr. Raphael Fechler (SPD) begrüßte den Bericht und sah positive Effekte durch die städtische Papiertonne. Er erwartet für die Zukunft weitere Verbesserungen, etwa bei der Bürgerinformation. Dies ermögliche, den Gebührenhaushalt das AfA zu konsolidieren. KULT-Stadtrat Erik Wohlfeil freute sich, dass das Anliegen seiner Fraktion positiv aufgenommen wurde. Dr. Paul Schmidt (AfD) regte an, bei einer Fortschreibung auch die Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe zu berücksichtigen. -erg-

 
 

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