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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Kultur: Nah an Jugendszene

RÜDE ATTITÜDE: Die Ruhrpott- Metalband „Any given day“. Foto: Bastian

RÜDE ATTITÜDE: Die Ruhrpott- Metalband „Any given day“. Foto: Bastian

 

20 Jahre Feldbühne im „Das Fest“-Gratis-Bereich

Das sanft wogende Schilfmeer am Seeufer in der Günther-Klotz-Anlage steht in krassem Kontrast zu dem, was die Gelsenkirchener Heavy-Metal-Arbeiter von „Any given day“ auf der nahegelegenen Feldbühne abziehen.

Eigenmaterial gehört bei den Konzerten des Brachial-Quintetts ebenso dazu wie Rhiannas „Diamonds“ als mehr gebrüllte denn gesungene Version. Die vor 20 Jahren etablierte Feldbühne im Gratis-Bereich des Festivalgeländes ist noch immer ein „Kind“ des Stadtjugendausschusses. Wie es auch „Das Fest“ vor dem Einstieg der Karlsruhe Event GmbH (KEG) die längste Zeit seiner 31-jährigen Geschichte war.

Während die Hauptbühne auf Massentaugliches setzt, ist die westlich gelegene Feldbühne wilder, direkter und unglamouröser. Hier treten lokale Bands auf, aber auch andere, die Jochen Werner auffallen. Werner ist Sozialpädagoge und arbeitet zur Hälfte im Musikmobil Soundtruck und im Jubez.

Das Programm hat Struktur. Freitags kommen Rapper und Hip Hopper, samstags Rock- und Metal-Fans auf ihre Kosten und Sonntag ist Familientag. Dass sie ein gutes Händchen haben, stellten Werner und sein Team öfter unter Beweis. Letztes Jahr traten etwa die Mighty Oaks auf. „Kurz nach der Buchung stürmten sie die Charts“ erinnert er sich.

Großteils erreiche man mit dem Line-Up jungendliches Szenepublikum und dem sei „so ziemlich egal, was woanders läuft“. „Any given day“ jedenfalls kamen trotz rüder Attitüde bestens an. Sänger Dennis Diehl forderte seine Anhänger auf, sich gefälligst zu bewegen und „wer dabei auf den Arsch fällt, hebt ihn eben wieder auf“. -maf-

 
 

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